Preisklatsche: Getränke werden in Supermärkten deutlich teurer

In den Regalen eines Supermarktes oder Discounters stehen in langen Reihen verschiedene Softdrinks. Unten stehen viele unterschiedliche Sorten von Coca Cola. Darüber sieht man Sprite, Fanta und andere Sorten des Herstellers.
Symbolbild © imago/Depositphotos

Viele Menschen in Deutschland konsumieren täglich große Mengen Zucker. Vor allem gesüßte Getränke treiben den Zuckerkonsum nach oben. Nun plant die Bundesregierung eine neue Abgabe auf Softdrinks. Getränke in Supermärkten werden somit teurer.

Immer mehr Menschen in Deutschland nehmen deutlich mehr Zucker zu sich, als Ernährungsexperten empfehlen. Besonders problematisch entwickelt sich dabei der regelmäßige Konsum süßer Getränke und stark verarbeiteter Lebensmittel. Viele greifen im Alltag ganz selbstverständlich zu zuckerhaltigen Produkten.

Gesundheitsrisiken nehmen zu: Deutsche konsumieren zu viel Zucker

Vielen Menschen fällt ihr eigener Zuckerkonsum kaum auf, denn vor allem Getränke enthalten oft überraschend große Mengen Zucker. Zahlreiche Verbraucher trinken regelmäßig Cola, Eistee oder Energydrinks, ohne die enthaltenen Werte genauer zu beachten. Hinzu kommen gesüßte Kaffeespezialitäten, Schorlen oder Sportgetränke. Gerade flüssiger Zucker spielt dabei eine große Rolle, weil Getränke häufig nebenbei konsumiert werden und kaum ein Sättigungsgefühl auslösen. Dadurch steigt die tägliche Zuckeraufnahme oft unbemerkt an. Experten sehen darin ein wachsendes Problem, weil viele Menschen die gesundheitlichen Risiken unterschätzen.

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Maßnahmen beschlossen: Getränke werden teurer

Die gesundheitlichen Folgen betreffen jedoch nicht nur einzelne Verbraucher, sondern zunehmend das gesamte Gesundheitssystem. Krankheiten wie Diabetes, starkes Übergewicht oder Herzprobleme verursachen hohe Behandlungskosten und belasten die gesetzlichen Krankenkassen erheblich. Gleichzeitig steigen die Ausgaben im Gesundheitswesen seit Jahren weiter an. Dadurch geraten auch die Beiträge vieler Versicherter unter Druck. Experten diskutieren deshalb schon länger darüber, wie sich ernährungsbedingte Erkrankungen besser verhindern lassen. Nun plant die Bundesregierung konkrete Maßnahmen.

Laut einem Gesetzentwurf zur Stabilisierung der Krankenkassenfinanzen soll ab dem Jahr 2028 eine zusätzliche Abgabe auf bestimmte zuckerhaltige Getränke gelten. Betroffen wären unter anderem klassische Softdrinks, gesüßte Eistees, Energydrinks sowie einige Sport- und Mischgetränke. Getränke ohne Zuckerzusatz sollen dagegen nicht unter die geplante Regelung fallen. Mit dem Vorhaben reagiert die Regierung auf die angespannte finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Einnahmen der Kassen reichen vielerorts kaum noch aus, zugleich steigen die Ausgaben kontinuierlich weiter an.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Lebensmittel Praxis)