Preisschock bei Aldi – Butter wird auf einen Schlag deutlich teurer

Eine Frau geht durch einen Supermarkt und entlang der Frischetheke. Im Vordergrund ist ein Einkaufswagen zu sehen, der Stück für Stück mit Lebensmitteln gefüllt wird. Die Kundinnen und Kunden müssen auf die Preise achten, denn die Produkte werden immer teurer.
Symbolbild © imago/Martin Wagner

Kunden erleben beim Aldi derzeit einen echten Schock. Denn die Butter wird auf einen Schlag wieder teurer. Während der Discounter damit auf den Markt reagiert, zeigen sich die Kunden verständnislos.

Die Zeiten der Tiefpreise im Kühlregal sind damit vorerst vorbei. Wer beim wöchentlichen Einkauf auf die vertrauten Angebote setzt, muss sich ab sofort auf eine spürbare Veränderung an den Kassen einstellen.

Knallharter Kampf: Aldi und Lidl feilschen um die Gunst der Kunden

Der monatelange Preiskampf um den Butterpreis zwischen Aldi und Lidl ist nun vorerst vorbei. Besonders extrem war das Duell Ende April: Nachdem Lidl den Preis radikal gesenkt hatte, musste Aldi zähneknirschend nachziehen, wodurch der Preis monatelang auf dem historischen Tiefstand von 1,05 Euro für eine 200-Gramm-Packung eingefroren blieb. Die Kunden kennen diesen Preis genau und messen daran, wie günstig ein Discounter insgesamt ist. Deswegen nutzen Aldi und Lidl Butter traditionell als psychologische Waffe im Kampf um die Marktführerschaft.

Butter wird auf einen Schlag deutlich teurer: Kunden zahlen bei Aldi wieder mehr

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Nachdem sich die beiden Discounter-Riesen ein heftiges Unterbieten geliefert hatten, wurden die Preise für die 250-Gramm-Eigenmarken-Butter indessen flächendeckend wieder angehoben. Der Preis stieg bei Aldi Nord und Aldi Süd mit der Eigenmarke Milsani sowie bei Lidl mit der Eigenmarke Milbona von dem Tiefpreis von 1,05 Euro zurück auf 1,19 Euro. Auch Mischprodukte wie „Streichfein“ kletterten auf 1,19 Euro. Die Weidebutter verteuerte sich deutlich von 1,59 Euro auf 1,79 Euro.

Der Grund für das Ende des Billigpreises ist dieses Mal kein Einlenken der Discounter, sondern der Druck auf dem Milchmarkt. Im Sommer sinkt durch Hitze und die Futterumstellung der Kühe auf der Weide der natürliche Fettgehalt in der Rohmilch. Da weniger Fett in der Milch ist, wird Rahm als die Basis für Butter knapp und an den Warenbörsen deutlich teurer. Die Discounter gaben diesen Preissprung direkt an die Verbraucher weiter. Experten raten den Verbrauchern, genau auf den Kilopreis zu achten. Denn Eigenmarken sind nicht automatisch günstiger als große Marken.

(Quellen: Aldi Nord, Aldi Süd)