Purer Wahnsinn: Spargel-Bauern lassen Ernte zerstören anstatt zu spenden

Symbolbild

Die Spargel-Bauern dürfen sich über eine gute Ernten in diesem Jahr freuen. Diese ist sogar so gut, dass mancher seinen Spargel nicht mehr los wird. Daher treibt er jetzt aus. Doch das gibt böse Kritik.

Die Verbraucher sparen wo sie können Da kommt teurer Spargel nur selten in den Einkaufswagen. Die Saison war gut für die Bauern, doch was übrig ist, bleibt auf den Feldern. Das sorgt für viel Ärger.

Spargel-Landwirte auf Sparkurs

Die Ernte des Spargels war gut. Doch die Kaufkraft der Kunden und Verbraucher hat massiv nachgelassen. Deswegen bleiben viele Spargel-Bauern auf ihren Ernten sitzen. Ein ähnliches Verhalten berichten auch Erdbeer-Bauern.

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Teilweise wissen die Landwirte überhaupt nicht mehr wohin mit der Ernte. Damit wird der Spargel nun zu einem großen Teil einfach vernichtet. Dabei könnte es aber auch anders gehen. Denn vielerorts lassen die Bauern den Spargel austreiben, um die Kosten gering zu halten, das sorgt für Ärger.

Landwirte in der Kritik

Manche Betriebe stehen so unter Druck, dass sie sich fast schon gezwungen sehen, den Spargel-Anbau aufzugeben. Einige Landwirte sollen sogar in ihrer Existenz bedroht sein. Doch dass der Spargel einfach so auf dem Müll landet, das erbost einige Verbraucher.

Doch auch die Erdbeer-Bauern müssen kämpfen. Sie haben vor allem mit der Konkurrenz aus dem Ausland zu tun, denn diese bieten ihre Waren deutlich billiger an, als es bei der hier produzierten Ware der Fall ist. Auch sie haben massive Einnahmenrückgänge zu verzeichnen und bleiben auf den Lebensmitteln sitzen.

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Spenden wäre eine Option

Für viele Verbraucher ist es nur schwer nachzuvollziehen, dass die Waren dann auf den Feldern gelassen werden. Sie sind der Meinung, diese könnten auch gespendet werden. Sicherlich würden sich die Tafeln sehr darüber freuen. Doch auch das Ernten der Lebensmittel ist mit hohen Kosten verbunden.

Da die Bauern bereits jetzt schon zu kämpfen haben, wollen sie nicht auch noch diese Kosten auf sich nehmen. Ein zweischneidiges Schwert also, das zwischen Moral und Effizienz steht. Mit Blick auf die kommenden Jahre muss sich allerdings einiges ändern, denn sonst verschwinden heimische Landwirte bald gänzlich von der Bildfläche.