Räumungsverkauf startet – Depot-Filialen stehen vor dem Aus

Ein Blick auf eine Filiale der bekannten Deko-Kette Depot. Das Geschäft befindet sich in einer Einkaufsstraße und wurde offenbar an einem regnerischen Tag fotografiert. Einige Menschen gehen daran vorbei. Sie tragen dicke Jacken. Der Asphalt ist nass.
Symbolbild © imago/ Funke Foto Services

Es ist ein großer Schock für viele treue Kunden: Mehrere Depot-Filialen stehen offenbar vor dem Aus. Die Handelskette befindet sich in einer Krise. Nun zeigen erste Berichte, welche Standorte betroffen sind.

Jetzt ist es raus: Mehrere Filialen der Kette Depot stehen vor einer Schließung. In einigen Geschäften ist der Startschuss für einen Räumungsverkauf gefallen.

Deko-Kette kämpft ums Überleben

Fast jeder in Deutschland kennt sie ‒ nun sind jedoch schwere Zeiten für die Kette Depot angebrochen, die vor allem für ihre Dekorationsartikel und Wohnaccessoires bekannt ist. Über viele Jahrzehnte hinweg war sie eine feste Größe in den deutschen Innenstädten. Nun blickt die Firma jedoch in eine ungewisse Zukunft. Sie ist insolvent. Die Geschäftsführung musste vor wenigen Wochen wieder ein offizielles Verfahren für den Betrieb anmelden.

Als Hauptgründe für die Entwicklung, die auch zahlreiche andere Händler zu spüren bekommen, gelten die anhaltende Kaufzurückhaltung der Kunden und die Online-Konkurrenz, welche den Einzelhandel deutlich belastet. Für die Kundschaft bringt das Verfahren nun einige Einschränkungen mit sich: Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor wertlosen Gutscheinen, die vor dem Stichtag im Mai erworben wurden. Auch alte Retouren oder Reklamationen nimmt die Kette in den Geschäften nicht mehr an. Im Zuge der Krise droht eine Schrumpfung des Filialnetzes. Zahlreiche Standorte stehen Medienberichten nach offenbar auf einer internen Streichliste, die für das Unternehmen wirtschaftlich wohl nicht mehr tragbar sind.

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Betroffene Standorte: Wo Depot-Filialen vor dem Aus stehen

In vielen betroffenen Läden haben vor kurzem schon erste Räumungsverkäufe mit deutlichen Rabatten begonnen. Das Aus droht Filialen in Städten wie Bayreuth und Cottbus, die nun auf eine Einigung mit den Vermietern hoffen. Doch das ist nicht alles: Auch Standorte in Konstanz und Baden-Baden werden wohl in naher Zukunft dauerhaft schließen müssen. Zudem verkaufen einige Hamburger Einkaufszentren anscheinend bereits vermehrt Ware ab, was auf ein baldiges Ende hindeuten könnte. Derweil laufen noch Verhandlungen über den möglichen Erhalt einzelner gefährdeter Geschäfte. Die weiteren Entwicklungen bleiben demnach abzuwarten.

(Quellen: dpa, Hamburger Abendblatt, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)