Ratten in deutschem Supermarkt-Lager – Behörden greifen durch

Auf dem Bild sind zwei Ratten zwischen offen liegenden Lebensmitteln auf einer Arbeitsfläche zu sehen. Ein Schädlingsbefall gefährdet die Hygiene und Lebensmittelsicherheit.
Symbolbild © istockphoto/DieterMeyrl

Verbraucher aufgepasst: Dieser Fund ist richtig eklig. In einem ganz gewöhnlichen deutschen Supermarktlager haben Kontrolleure jetzt tatsächlich Ratten entdeckt. Die Tiere haben sogar einige Produkte angebissen.

Beim Gedanken an den wöchentlichen Einkauf gibt es wohl keine schlimmere Vorstellung als die, dass die Waren umgeben von hungrigen Nagetieren in den Regalen standen. Doch genau das ist nun passiert. Kontrolleure haben Ratten in einem Supermarkt-Lager entdeckt.

Unglaublich eklig: Hier leben diese Tiere

Die Qualität der Lebensmittel, die die Deutschen in den Regalen von Aldi, Rewe und Co. finden, liegt in der Verantwortung der Hersteller. Dabei geht es jedoch nicht nur um den Geschmack der Produkte, sondern auch um die Einhaltung der inländischen Hygienebestimmungen und die Gewährleistung einer entsprechenden Lagerung. Es kommt allerdings immer wieder zu Zwischenfällen. So haben Kontrolleure jetzt tatsächlich Ratten in einem deutschen Supermarkt-Lager entdeckt. Dabei handelt es sich um das Unternehmen Norma.

Genau genommen sind die Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung bereits am 4. August im Zentral-Lager des Unternehmens angerückt. Was sie dort vorfanden, stellte sie alles andere als zufrieden. Den Informationen der Behörden zufolge wurden in Teilen des Trockenlagers sowohl einiges an Schmutz als auch Spuren von Ratten bemerkt. Wie in solchen Fällen üblich, bekam der Betrieb zunächst einige Tage, um die festgestellten Mängel zu beheben.

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Das Unternehmen ignoriert die Missstände

Nach dem Ratten-Fund im deutschen Supermarkt-Lager der Kette entschieden sich die Inhaber scheinbar, nichts dagegen zu tun. Denn bei einer Nachkontrolle am 09. September dieses Jahres fanden Kontrolleure dieselben Schmutz- und Rattenspuren vor Ort. Die darauffolgende Zustellung eines umfangreichen Maßnahmenkatalogs und die Setzung einer Frist bis zum 12. Oktober seitens des Landratsamts zeigten nun jedoch eine erste, wenn auch nicht zufriedenstellende Wirkung.

Am 16. September rückten die Kontrolleure zum dritten Mal aus. Obwohl der Befall weiterhin vorliegt, melden die Mitarbeiter eine deutliche Verbesserung des Zustandes. Um zu verhindern, dass das Unternehmen es jetzt dabei belässt, rücken die Mitarbeiter ab jetzt jede Woche an. Unter anderem wird erwartet, dass bauliche Mängel wie defekte Rolltore behoben werden. Die gute Nachricht ist: Die Spuren der Nager wurden an noch nicht ausgelieferten Waren entdeckt. Keines der Produkte hat es Medienberichten zufolge in den Markt geschafft.

(Quellen: Landratsamt Regensburg, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit)