
Eine spezielle Kleingeld-Grenze an Supermarktkassen dürfte vielen bislang noch nicht bekannt sein. In Deutschland müssen Händler nicht alles annehmen, wenn eine bestimmte Grenze überschritten wird. Wann Kunden eine Abfuhr an der Kasse droht.
Wer sein Sparschwein schlachtet und den Inhalt im Supermarkt loswerden will, erlebt nicht selten eine böse Überraschung. Das Kleingeld wird unter bestimmten Umständen nicht angenommen.
Aufgepasst: Händler müssen nicht alles annehmen
Ob im Stau, an der Kasse oder beim Arzt – einen wohl nicht unbedeutenden Teil des Lebens verbringen wir damit, zu warten. Vor allem beim Einkaufen reagieren viele Kunden genervt, wenn sie es eilig haben. Zwischen drei und sieben Minuten sollen es im Schnitt sein, die beim Warten in der Supermarktschlange vergehen. Nicht jeder Händler bietet zusätzlich Selbstbedienungskassen an, die für Entlastung sorgen. Deshalb bleibt Betroffenen keine Wahl, als sich brav in die lange Schlange zu stellen.
Wenn es länger dauert, ist allerdings nicht nur ein hohes Kundenaufkommen der Auslöser. Auch die Zahlung mit viel Kleingeld kann zur Geduldsprobe für wartende Kunden werden. Denn nicht selten plündern Sparer ihr volles Sparschwein, um ihren Münzschatz beim Einkauf im Supermarkt loszuwerden. Was nicht jeder ahnt: An der Kasse folgt manchmal die Ernüchterung, weil Händler nicht alles akzeptieren müssen.
Diese Kleingeld-Grenze gilt an Supermarktkassen
Das Münzgesetz regelt es in Paragraf 3: Wollen Kunden ihren Einkauf mit einer Mischung aus Euro-Umlaufmünzen und Euro-Gedenkmünzen begleichen, müssen Händler maximal 50 Münzen akzeptieren. Alles andere können sie demnach schlichtweg ablehnen und sich den zusätzlichen Zählaufwand so ersparen. Noch klarer wird es durch die EU-Verordnung. Dort steht pauschal, dass niemand mehr als 50 Münzen bei einer einzigen Transaktion annehmen muss, unabhängig von der Münzart.
Zusätzlich gilt für reine deutsche Gedenkmünzen eine Wertgrenze von 200 Euro in Deutschland. Als Alternative bleiben Münzwechselautomaten oder die Deutsche Bundesbank, die in der Regel unbegrenzt viele Münzen annimmt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Kleingeld auf mehrere Einkäufe aufzuteilen. Wer sich nicht viel aus Cent-Beträgen macht, kann diese zum Beispiel in eine Spendenbox werfen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Deutsche Bundesbank)














