Regierung plant Zuckerabgabe: Cola und Softdrinks werden teurer

In einem Regal eines Supermarktes oder Discounters steht ein Karton, der voll mit Coca Cola Flaschen ist. Sie stehen vor- und nebeneinander gereiht dicht an dicht.
Symbolbild © imago/Lobeca

Für die Verbraucher wird es bald ernst, denn Cola und Softdrinks werden teurer. Denn mit der geplanten Zuckerabgabe will die Regierung einige Kosten senken und Geld für andere wichtige Maßnahmen einnehmen.

Die Regierung plant eine Zuckersteuer und sorgt damit dafür, dass Cola und andere Softdrinks bald teurer werden. Mit dieser Maßnahme soll der Zuckerkonsum reduziert werden und sich die Bevölkerung gesünder ernähren.

Zuckerabgabe ruft Kritiker auf den Plan: „So nicht zielführend“

Bereits vor einigen Jahren forderte der Politiker Cem Özdemir Maßnahmen aus der Politik, um die Deutschen zu einer gesünderen Ernährung anzuhalten. Zu viele Bürger leiden unter Fettleibigkeit. Mit rund einem Viertel sind auch Kinder und Jugendliche betroffen. Werbung und Plakate der Hersteller würden dafür sorgen, dass sich Eltern und der Nachwuchs von ungesunden Produkten angesprochen fühlen würden. Man müsse diesen Kreislauf durchbrechen. Zudem müssten Produkte mit viel Zucker teurer sein, um den Konsum einzuschränken.

Während andere Länder diesen Schritt bereits gegangen sind und durchaus nachvollziehbare Erfolge erzielen konnten, diskutiert man in Deutschland weiter. Kritiker behaupten, eine Zuckersteuer sei nicht zielführend. Denn sie besteuere nur Softdrinks, jedoch nicht andere zuckerhaltige Lebensmittel. Zudem sei gar nicht gesichert, dass sich die Bevölkerung dann auch tatsächlich gesünder ernähren würde.

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Allen Kritikern zum Trotz zeigen jedoch Studien aus anderen Ländern wie beispielsweise Mexiko und Großbritannien, dass eine solche Zuckersteuer durchaus Erfolge feiert. Der Konsum sei in beiden Ländern deutlich zurückgegangen. Und auch die Zahl der adipösen Kinder und Jugendlichen habe abgenommen. Zudem sei die Abgabe auf Softdrinks nur der Anfang.

Wer trotzdem weiterhin süße Getränke verzehren möchte, muss tiefer in die Tasche greifen, denn die Hersteller geben die Abgabe natürlich an den Endverbraucher weiter. Mit diesen Mehreinnahmen sollen andere Kosten aufgefangen werden. Beispielsweise sollen mit den Steuereinnahmen die Krankenkassen entlastet werden. Auch wenn die Hersteller den Zuckergehalt reduzieren, hat dies positive Effekte. Die Anzahl der Menschen mit Folgeerkrankungen soll laut Theorie abnehmen, sodass auch die Krankenkassen weniger für diese zahlen müssten. Allein die Praxis kann zeigen, inwieweit die Zuckersteuer auch in Deutschland erfolgreich wird.

(Quellen: Bundesregierung, Bundesgesundheitsministerium, Krankenkassen, dpa)