
Für viele Menschen hierzulande ist das Essen im Restaurant einfach zu teuer geworden. Deshalb essen immer mehr Deutsche jetzt im Supermarkt. Der Boom ist unter anderem den Preisen zu verdanken.
Immer mehr Deutsche essen im Supermarkt. Während in Restaurants die Peise einfach zu hoch sind, treffen hier Geschmack und Preis zuverlässig aufeinander.
Viel zu teuer: Immer mehr Deutsche vermeiden Restaurant-Besuche
Für rund 72 Prozent der Menschen in Deutschland sind klassische Restaurantbesuche inzwischen zu teuer. Eine repräsentative Umfrage zeigt, dass dieser finanzielle Druck zu einem tiefgreifenden Wandel im Ausgeh- und Konsumverhalten führt. Obwohl die Bundesregierung den Mehrwertsteuersatz auf Speisen in der Gastronomie dauerhaft auf sieben Prozent gesenkt hat, um Betriebe zu entlasten, blieben die Preise auf den Speisekarten für Verbraucher hoch.
Etwa 38 Prozent der Verbraucher gaben an, seltener essen zu gehen als im Vorjahr. Viele Gäste verzichten bei einem Besuch gezielt auf teure Extras wie Vorspeisen, Desserts oder alkoholische Getränke. Laut dem Branchenverband DEHOGA treiben stark gestiegene Kosten für Lebensmittel, Energie und Personal die Preise an. Allein Wareneinsatz und Personal machen oft 60 bis über 70 Prozent des Restaurantumsatzes aus.
Deutsche essen jetzt im Supermarkt: „Günstiger als im Restaurant“
Weil das klassische Abendrestaurant als Luxus wahrgenommen wird, profitiert die sogenannte Handelsgastronomie enorm. Der Verkauf von verzehrfertigen Speisen in Supermärkten, Möbelhäusern, Baumärkten oder an Tankstellen eilt von Rekord zu Rekord. Dabei weichen die Preise deutlich von denen im Restaurant ab und schmecken den Menschen trotzdem.
Ein Fleischgericht kostet in der Handelsgastronomie im Schnitt 9,17 Euro, während in klassischen Restaurants im Schnitt 13,16 Euro fällig werden. Nudelgerichte schlagen im Handel mit durchschnittlich 5,87 Euro zu Buche, im Restaurant dagegen mit 10,60 Euro. Statt zum Abendessen weichen viele Menschen für soziale Kontakte vermehrt auf preiswertere Alternativen wie ein gemeinsames Frühstück oder Kaffeetrinken in Cafés und Bäckereien aus. Supermärkte, Baumärkte und Möbelhäuser nutzen diese Strategie vermehrt, um die Kunden nicht nur in die Filialen zu locken, sondern sie dort auch länger zu halten.
(Quellen: EHI, YouGov)














