
Eine Auswertung hat jetzt gezeigt, dass die Deutschen beim Essen gehen deutlich sparen. Die Restaurantbesuche werden damit zwar nicht viel weniger, aber dafür deutlich eingeschränkter.
Das hören die Gastronomiebetriebe sicherlich nicht gerne: Die Deutschen sparen beim Essen gehen jetzt mehr. Das bedeutet für die Restaurants, dass es sie es mit rechnenden Kunden zu tun haben, die genau schauen, was sie ausgeben.
Mehrwertsteuer runter, aber keine höheren Umsätze: Gastronomie klagt an
Mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer nach der Corona-Krise von 7 auf 19 Prozent, stiegen auch die Preise in den Restaurants wieder an. Die gebeutelten Verbraucher hatten selbst jedoch wenig Geld und kündigten an, die Restaurantbesuche in Zukunft deutlich einschränken zu wollen. Viele Betriebe haben dies gemerkt und mussten sogar aufgeben. Lokale, Bars, Restaurants – durch alle Sparten zog sich eine Pleitewelle, da die Kunden ausblieben. Deshalb forderte die Branche, dass auch aufgrund der gestiegenen Kosten die Mehrwertsteuer wieder auf den Satz von sieben Prozent fallen solle. Bundeskanzler Merz hat dies umgesetzt. Auf Getränke gilt jedoch weiterhin der Steuersatz von 19 Prozent. Doch die Kunden stürmen trotzdem nicht die Restaurants. Und das hat nachvollziehbare Gründe.
Deutsche sparen beim Essen gehen: „Nicht mehr so wie früher“
Mit der gesunkenen Mehrwertsteuer sanken jedoch nicht die Preise, die man den Endverbrauchern auf den Speisekarten präsentierte. Und genau das veranlasst viele Menschen, beim Restaurantbesuch zu sparen. Die Gäste achten genau darauf, was sie wofür ausgeben, und wählen deshalb bewusst Speisen und Getränke aus. Dies zeigt eine Auswertung des Finanzunternehmens SumUp, das seit 2012 existiert und kleineren Unternehmen die Karten-Transaktionen ermöglicht. Ein Vergleich mit dem Zeitraum vom 1. bis zum 15. Januar 2025 hat gezeigt, dass die Menschen zwar öfter mit Karte zahlen und die Transaktionen um 12,46 Prozent zugenommen haben. Allerdings nahm die Höhe der Beträge im Gegenzug um 12,84 Prozent. Laut Experten bedeutet dies, dass die Menschen offenbar weniger bei einem Restaurantbesuch bezahlen.
Die Auswertungen haben jedoch auch gezeigt, dass es jemanden gibt, der von dieser Entwicklung profitiert. Stolze 17 Prozent an Umsätzen konnten Foodtrucks zulegen. Auch die Anzahl der Kartenzahlungen nahm um sieben Prozent zu. Damit nutzen die Menschen die Chance, dass sie nun überall auch digital bezahlen können.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, SumUp-Auswertung, Statistisches Landesamt, Dehoga, Reuters, AFP)














