Restaurants am Limit: Gastro-Krise spitzt sich zu in Deutschland

Ein in Arbeitskleidung angezogener Kellner hält in der rechten Hand ein Tablett, auf dem sich zwei Gläser, zwei Tassen sowie ein Zitronensaft und ein weiterer Saft befinden. Im Hintergrund sieht man eine Kellnerin mit einem Tablett voller Getränke. Des Weiteren befinden sich dort Gäste.
Symbolbild © imago/SOPA Images

Während sich die Gastro-Krise in Deutschland immer weiter zuspitzt, diskutiert die Bundesregierung über neue Steuersätze. Viele Restaurants arbeiten bereits am Limit. Selbst die Herabsetzung der Mehrwertsteuer konnte diesen Trend nicht aufhalten.

Seit vielen Jahren stagnieren die Einnahmen in der Gastronomie. Gleichzeitig leiden die Gastronomen unter hohen Belastungen durch Personalkosten, Ausgaben für Waren und Rohstoffe sowie Energiepreise. Die Gastrokrise spitzt sich immer weiter zu, und die Zahl der Insolvenzen steigt.

Kein Geld mehr übrig: Gastro-Krise spitzt sich zu in Deutschland

Vielen Unternehmen bleibt am Ende des Monats schlichtweg kein Geld mehr übrig, um ihre wirtschaftliche Lage zu sichern. Die finanziellen Mittel fließen in die Mitarbeiter oder in längst notwendige Investitionen für den Betrieb. Die Gastrokrise in Deutschland spitzt sich immer weiter zu. Viele Restaurants arbeiten mittlerweile am Limit. Die letzten Jahre sind an der Branche nicht spurlos vorbeigegangen. Zunächst kam die Corona-Pandemie, dann der Ukraine-Krieg und nun der Iran-Konflikt. Die hohen Preise verändern das Kaufverhalten vieler Kunden, die deutlich sensibler auf Preissteigerungen reagieren. Das berichten auch offizielle Pressesprecher des Dehoga.

Viele Restaurants gehen pleite trotz Steuererleichterung

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Die Herabsetzung der Mehrwertsteuer auf Speisen von 19 auf 7 Prozent war lediglich ein erster Schritt, um die wirtschaftliche Lage wieder ins Lot zu bringen. Doch das reicht noch lange nicht aus. Für viele Gastronomen bleibt keine andere Wahl, als zu schließen und Insolvenz anzumelden. Seit Langem übersteigen die Ausgaben die Einnahmen. Außerdem buchen die Gäste deutlich kurzfristiger und spontaner und vergleichen die Preise häufiger als zuvor. Die Gastronomen müssen also entweder ihre Arbeit, ihr Konzept oder ihre Speisekarten überdenken, denn von dem Verdienst bleibt zu wenig übrig.

Denn die Bruttoeinnahmen am Ende des Monats entsprechen noch lange nicht dem Gewinn, der dem Unternehmer letztlich bleibt. Die hohen Abgaben und Steuersätze sowie die Bürokratie stellen viele Gastronomen vor Herausforderungen, die sie nicht mehr hinnehmen wollen. In den kommenden Wochen und Monaten werden wohl weitere Cafés, Bistros und Restaurants von all jenen Gastronomen schließen, die nicht mehr die Kraft haben, gegen den Strom kritischer und preisbewusster Kunden zu schwimmen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redaktion, Destatis, Dehoga, dpa)