
ÖKO-TEST hat 52 Produkte in Konserven auf Schadstoffe getestet. Viele Produkte sind durchgefallen, darunter auch ein beliebter Klassiker. Deshalb sollten Verbraucher nun auf bestimmte Dinge achten.
Damit rechnet man in der heutigen Zeit wohl nicht: ÖKO-TEST hat in verschiedenen Konserven Schadstoffe gefunden, die die Gesundheit der Menschen belasten. Dabei fällt ein beliebter Klassiker durch, der bei vielen auf dem Speiseplan steht.
Lange haltbar und schnell zubereitet: Konserven und Gläser erleichtern den Alltag
Aufgrund der globalen Krisen steht die Vorratshaltung bei den Bürgern wieder hoch im Kurs. Was Großmutter einst machte, ist bereits wieder im Alltag der Menschen angekommen. Auf einer Liste, die man sich auf einschlägigen Seiten herunterladen kann, stehen die Lebensmittel, die man unbedingt vorrätig im Haus haben sollte, um Krisen überstehen zu können. Auf dieser Liste befinden sich viele haltbare Obst- und Gemüsesorten sowie haltbare Gerichte in Gläsern und Dosen. Doch gerade letztere könnten zum Problem werden. Darunter ist ein beliebter Klassiker, der hohe Werte aufweist.
Schadstoffe in Konserven: Die Mehrheit der Produkte fällt durch
Eine aktuelle Großuntersuchung von ÖKO-TEST zeigt, dass Lebensmittel aus Konservendosen nach wie vor massiv mit der hormonwirksamen Chemikalie Bisphenol A (kurz: BPA) und deren Ersatzstoffen (BPS, BPF) belastet sind. Von 52 getesteten Dosenprodukten stufte das Magazin die Belastung bei 42 Produkten als „hoch“ oder „sehr hoch“ ein. Insbesondere Fertiggerichte wie Dosenravioli fielen dramatisch negativ auf. In einer einzigen Portion Dosenravioli wies das Labor mehr als das 800-Fache der Menge nach, welche die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit als tägliche Höchstdosis empfiehlt. Negativer Spitzenreiter waren die Dosen-Ravioli von Maggi. Untersucht wurden Linseneintöpfe, Ravioli, Erbsen & Möhren, Ananasscheiben, Heringsfilets und Softdrinks.
Die meisten Hersteller haben die Innenbeschichtung ihrer Dosen bereits auf sogenannte „BPA-NI“-Lacke (kurz für: BPA non-intent, also ohne absichtlich zugesetztes BPA) umgestellt. Dennoch sind die Lebensmittel belastet. Laut ÖKO-TEST liegt das Problem häufig an der Außenlackierung der Dosen, für die oft noch alte, BPA-haltige Epoxidharze genutzt werden. Beim Stapeln der Dosenbleche in der Produktion berühren sich Außen- und Innenseiten, was zu einem Schadstoffübertrag führt. Damit man nicht zu viel von den Schadstoffen aufnimmt, raten Experten dazu, frische Produkte auf den Tisch zu bringen oder die Lebensmittel in alternativen Verpackungen zu kaufen.
(Quellen: ÖKO-TEST, EFSA)














