Schließungswelle: Berühmte Drogeriekette trennt sich von Filialen

In einer hochmodernen, freundlich und hell eingerichteten Parfümerie sieht man verschiedene bekannte Marken oben an den Wänden geschrieben. Die Tafeln sind beleuchtet und lenken die Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Produkte. Neben Parfums gibt es hier auch verschiedene Artikel rund um Beauty und Pflege.
Symbolbild © imago/imagebroker

Und wieder müssen wir von einer wahren Schließungswelle berichten, denn eine berühmte Drogeriekette trennt sich von einem Großteil ihrer Filialen. Die Reaktionen auf diese Nachricht fallen gemischt aus.

Noch in diesem Jahr geht es auch mit den Filialen einer berühmten Drogeriekette zu Ende, denn diese trennt sich von der Mehrzahl der Standorte. Die Kunden sehen die Schließungen in diesem Fall sehr gelassen.

Rückläufige Umsätze: Filialen rentieren sich nicht mehr

Der Drogeriemarkt ist, wie alle anderen Branchen wohl auch, hart umkämpft. Zwar gibt es noch genügend Kunden, die bei Parfums, Hautpflegeprodukten und anderen Kosmetika auf Qualität anstatt auf den billigen Preis setzen. Doch auch in diesem Bereich haben sich Online-Shops inzwischen einen Ruf aufgebaut, der die lokalen Händler ins Straucheln geraten lässt.

Eine große und beliebte Drogeriekette hatte die Idee, ihre Tochtergesellschaft nicht nur online zu vermarkten, sondern auch in bestimmten Städten Filialen zu eröffnen, sodass sich die Kunden direkt vor Ort beraten lassen konnten. Die Jahre haben jedoch gezeigt, dass der Bedarf hierfür wohl eher gering ist. Und dies liegt nicht nur an der Konkurrenz.

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Drogeriekette trennt sich von Filialen: Kunden zeigen Problem auf

Die Drogeriekette Douglas erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Erfahrenere Kunden kennen sicherlich auch die Tochtergesellschaft Parfumdreams, die ihre Produkte online vertreibt und seit 2018 offiziell zu Douglas gehört. In Baden-Württemberg und Hessen wurden 18 Filialen eröffnet, um die Kunden auch vor Ort beraten zu können.

Bis Juni dieses Jahres sollen nun jedoch 10 Filialen schließen. Dazu gehören die Standorte Bietigheim, Buchen, Höchst, Hünfeld, Lauterbach, Michelstadt, Mosbach, Schwetzingen, Wertheim und Öhringen. Die Filialen lohnen sich laut Angaben des Unternehmens nicht mehr, sodass sie bis zum Sommer schließen sollen. Fortan sollen die Produkte dann nur noch über den Online-Shop vertrieben werden. Die anderen acht Filialen will man jedoch erst einmal geöffnet lassen. Die Kunden zeigen sich nicht sonderlich traurig über diese Entwicklung. Sie sehen einen Hauptgrund der unterirdischen Umsatzzahlen im schlechten Kundenservice. Und von diesem Makel sprechen auffallend viele Kunden.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)