Schmeckt völlig anders: Kult-Getränk ändert erstmals die Rezeptur

Zu sehen ist ein Sortiment aus roten, blauen, orangefarbenen und grünen Getränkedosen im Sortiment eines Supermarktregals. Die bunten Farben der Blechdosen signalisieren erfrischende Softdrinks.
Symbolbild © istockphoto/petrenkod

Eine kleine Sensation bei einem beliebten Getränkehersteller: Die Rezeptur für ein Kult-Getränk wird sich ab sofort radikal ändern. Das Unternehmen reagiert damit auf veränderte Kundenbedürfnisse und den Trend zu höherem Gesundheitsbewusstsein.

Sie sind für viele Bürger ein Symbol von glücklichen Kindheitserinnerungen: Bereits zu Grundschulzeiten sorgten Cola, Fanta, Sprite und weitere Softdrinks besonders im Sommer für Abkühlung und Erfrischung. Umso erstaunlicher finden Verbraucher es, dass eines der beliebten Getränke nun die Rezeptur stark verändert.

Kult-Getränk ändert die Rezeptur: So viel Softdrinks trinken Deutsche

Softdrinks sind in Deutschland fester Bestandteil der Büroküche, aber auch auf Sommerfesten und Grillpartys beliebt. Ungefähr 125 Liter Erfrischungsgetränke werden im Durchschnitt pro Kopf jedes Jahr konsumiert, wobei Cola und Cola-Mischgetränke seit Langem die Beliebtheitslisten anführen. Als Softdrinks gelten alkoholfreie Getränke auf Wasserbasis, denen verschiedene Aromen, Zucker, Mineralstoffe und Kohlensäure hinzugefügt werden. (Softdrinks eignen sich übrigens nicht nur zum Trinken, sondern auch zur Gartenpflege.)

Gesundheitlich stehen die beliebten Erfrischungsgetränke allerdings seit Längerem in der Kritik. Ein Glas Cola (250 ml) kann bis zu 27 Gramm Zucker enthalten, das sind umgerechnet etwa neun Stück Würfelzucker. Auch Energydrinks und oft fälschlicherweise als gesund betrachtete Obstsäfte oder Smoothies können echte Zuckerbomben sein. Ein hoher Saccharosekonsum steht nicht nur im Zusammenhang mit Übergewicht, sondern auch im Verdacht, verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes auszulösen.

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Geschmacklich nicht wiederzuerkennen: Kult-Getränk ändert die Rezeptur

Für gesundheitsbewusste Verbraucher entwickelten Unternehmen daher schon vor Jahren Alternativen, die dank Süßstoff ein möglichst ähnliches Geschmackserlebnis bieten. Inzwischen hinterfragen Studien aber auch dies immer mehr. Unter anderem berichten Forscher von negativen Auswirkungen auf die Darmflora. Zudem stehen bestimmte Süßstoffe unter Verdacht, krebserregend zu sein. Beides ist allerdings umstritten, die genauen gesundheitlichen Auswirkungen von Süßstoffen müssen weiter untersucht werden.

Die Diskussionen rund um Süßstoffe und Zucker beschäftigen auch die Unternehmen, die um den Absatz ihrer Produkte bangen. Ein Hersteller reagiert nun und ändert die Rezeptur von einem echten Kult-Getränk: So soll die Cola-Marke Pepsi Anfang 2026 als neue „Pepsi Prebiotic Cola“ erscheinen. Die neue Variante soll nur fünf Gramm Zucker enthalten und ohne künstliche Süßstoffe auskommen – bei 30 Kalorien pro Portion. Außerdem enthält die neue Sorte bis zu drei Gramm Präbiotika, die die Darmgesundheit fördern. Ob die Variante auch geschmacklich überzeugt, wird abzuwarten sein.