
Der Einzelhandel in Deutschland leidet weiter unter anhaltenden Problemen. Jetzt schließt eine beliebte Supermarktkette offenbar mehr Filialen als zuvor geplant – und nähert sich damit wohl dem dramatischen Höhepunkt der Krise.
Seit Jahren gehört der Supermarkt zu den Favoriten vieler Verbraucher. Nun droht jedoch ein schmerzhafter Verlust. Mehrere Standorte stehen wohl vor einem möglichen Aus.
Plötzlich noch mehr Filialen betroffen: Beliebte Supermarktkette schließt Standorte
Man könnte von einer chronischen Krise sprechen, unter der diese Supermarktkette leidet. Seit Jahren befindet sie sich in einer ernsthaften Schieflage. Nun spitzt sich die Situation offenbar dramatisch zu: Die Zahl der geplanten Filialschließungen soll sich erhöht haben ‒ von 35 auf 50. Hohe Verluste, eine starke Konkurrenz und der Konsumrückgang bei Kunden belasten das Unternehmen. Generell kämpfen viele Händler deshalb ums Überleben. Etwa 4.500 Geschäfte sollen nach Prognosen des Handelsverbandes Deutschland (HDE) allein im Jahr 2025 schließen.
Die Ergebnisse des Kundenmonitors Deutschland 2025 belegen zugleich: Insgesamt ist die Zufriedenheit der Verbraucher wieder etwas gestiegen. Das gilt auch für den Lebensmittelhandel. Für den betroffenen Supermarkt fällt das Urteil jedoch bescheiden aus, denn im Vergleich zum Vorjahr sind Kunden etwas kritischer. Der Zufriedenheitswert ist leicht gesunken. Die Muttergesellschaft hatte bereits im Jahr 2024 die Ernsthaftigkeit der Lage betont. Damals hieß es, dass die betroffene Tochter bis Ende 2026 unbedingt wieder Gewinne machen muss. Mittlerweile hat sich der Druck offenbar weiter erhöht.
Jetzt müssen wohl auch die Mitarbeiter um ihre Zukunft zittern
Im Rahmen der Sanierung hatte der Händler schon einige Filialen dichtgemacht. Jetzt sollen viele Standorte übernommen werden. Die in Fulda ansässige Kette Tegut betreibt bundesweit über 300 davon. Seit 2013 gehört sie offiziell zum Schweizer Unternehmen Migros. Ob das so bleibt, ist ungewiss. Genaue Details zu möglichen Übernahmen sind zudem nicht bekannt. Für Kunden bedeutet das auch, dass sie nicht genau wissen, ob ihr eigenes Tegut-Geschäft vor Ort betroffen sein könnte. Unklar ist außerdem, wie es um die Beschäftigten steht. Diese müssen nun wohl auf das Beste für ihren Arbeitgeber hoffen, um ihre Jobs behalten zu können.
(Quellen: tegut, Wirtschaftswoche, dpa)














