Schock-Studie: Mikroplastik steckt auch im Wasser in Deutschland

Auf dem Bild ist zu sehen, wie eine Person ein Glas unter einen Wasserhahn hält, aus dem klares Leitungswasser sprudelt. Das Glas wird gerade gefüllt, im Fokus stehen das Wasser und die Hand.
Symbolbild © imago/photothek

Eine Studie hat ergeben, dass Mikroplastik auch in Deutschland im Wasser steckt. Damit haben wohl die wenigsten gerechnet. Die Mehrheit der Verbraucher ist schockiert und hat das Vertrauen nun komplett verloren.

Deutschland ist ein weit entwickeltes Land, in dem Schadstoffe reguliert und Höchstgrenzen für so ziemlich alle Zusatzstoffe gesetzlich vorgeschrieben sind. Umso schockierter sind Verbraucher nun bei der Nachricht, dass auch im Wasser aus Deutschland Mikroplastik steckt.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Verpackungen: Immer mehr Bürger meiden Plastik

Seit mehreren Jahren befassen sich immer mehr Menschen in Deutschland mit dem Thema Gesundheit. Ein großes Thema dabei sind nicht nur stark verarbeitete Lebensmittel, die ihre Spuren in unserem Körper hinterlassen, sondern auch Stoffe, die durch die Verpackung an die Nahrungsmittel abgegeben werden. Dadurch verzehren wir diese mit und merken erst einmal gar nicht, was wir unserer Gesundheit angetan haben. Seitdem stehen insbesondere Plastikbehälter auf der Liste der besonders scharf beäugten Behältnisse. So greifen deshalb beispielsweise immer mehr Verbraucher zu Trinkwasser in Glasflaschen und vermeiden die allgegenwärtige PET-Flasche. Eine Studie hat nun jedoch eine Erkenntnis zutage gefördert, mit der wohl die meisten Bürger hierzulande nicht gerechnet haben.

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Mikorplastik im Wasser: Damit haben viele nicht gerechnet – einfache Maßnahme soll wirken

Um sich gar nicht erst Gedanken um PET- oder Glasflaschen zu machen und sich auch die Schlepperei zu sparen, greifen immer mehr Haushalte zum Wasser aus der Leitung. In Deutschland herrscht eine strenge Qualitätskontrolle, was das Trinkwasser betrifft, sodass es als eines der sichersten auf der Welt gilt. Studien haben jedoch gezeigt, dass auch im Wasser aus der Leitung Mikroplastik steckt und die Bürger dies, ohne es zu ahnen, einfach täglich mittrinken. Das Plastik löst sich aus den zentralen Wasseraufbereitungsanlagen und landet so direkt im Trinkwasser.

Um den Großteil des Mikroplastiks zu entfernen sowie die meisten Bakterien, raten Experten zu einer einfachen Methode: das Wasser vor der Verwendung einfach abkochen. 80 Prozent der Plastikpartikel lassen sich so aus dem Trinkwasser entfernen. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass das Abkochen auch für Nano- bzw. Mikroplastik ausreicht, um die Teilchen unschädlich zu machen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Environmental Science & Technology Letters)