
Wut, Enttäuschung und ein erschüttertes Vertrauen dürften die Reaktionen auf die Meldung sein, dass ein Supermarkt Tonnen von manipuliertem Fleisch verkauft. Dieser Vorfall wird hoffentlich weitreichende Konsequenzen haben.
Ein Supermarkt verkauft Tonnen manipuliertes Fleisch – diesem Verdacht wird derzeit nachgegangen. Die Kunden fühlen sich vor den Kopf gestoßen und können nicht begreifen, wie es dazu kommen konnte.
Verbraucherschutz: Genaue Kennzeichnung soll Verbraucher zuverlässig informieren
Wenn wir im Supermarkt oder Discounter unseres Vertrauens einkaufen gehen, schauen wir uns gerade bei Fleisch- und Wurstwaren oftmals die Etiketten auf den Verpackungen genauer an. Viele Supermärkte haben inzwischen die Haltungsformen 1 und 2 aus den Regalen verbannt. Denn immer mehr Bürger in Deutschland interessiert es, wie die Tiere leben, deren Fleisch wir essen. Um dies zuverlässig beurteilen zu können, hat der Gesetzgeber bestimmte Kennzeichnungen vorgeschrieben. Da Verbraucher dies natürlich nicht nachprüfen können, verlassen sie sich auf die Angaben des Herstellers. Dasselbe gilt beispielsweise für das Verfallsdatum, das auf den Verpackungen steht. Immerhin achten viele Menschen auf ihre Gesundheit und wollen keine verdorbenen Lebensmittel konsumieren.
Tonnen manipuliertes Fleisch: Schockmeldung zieht weite Kreise
Doch nun kam es zu einem Vorfall, den die Kunden wohl nicht so schnell verzeihen werden. Ihr Vertrauen in den betreffenden Händler ist zutiefst erschüttert und wird wohl so schnell nicht wieder zurückkehren. In vielen Supermärkten kauften die Verbraucher Rindfleisch, das von der Raiffeisen Viehzentrale mit der Haltungsstufe 3 deklariert wurde. Doch diese Kennzeichnung stellte sich nun als falsch heraus. Betroffen sind über 1.100 Rinder, die eigentlich in einer niederen Haltungsform ihr Dasein fristeten. Dies stellten Kontrolleure, die für die Qualitätssicherung in der Fleischwirtschaft zuständig sind, bundesweit fest.
Die Folgen für die Raiffaisen Viehzentrale waren gravierend. Da dies einen schwerwiegenden Verstoß darstellt, muss das Unternehmen 50.000 Euro Strafe zahlen und befindet sich ab sofort nicht mehr im sogenannten QS-System. Letztere Strafe bedeutet laut Experten der Branche quasi das Aus für das Unternehmen, denn ohne QS-Anerkennung für Fleisch- und Wurstwaren könne man auf dem Fleischmarkt nichts mehr ausrichten. Die Verbraucher begrüßen dieses Vorgehen. Doch die Kontrolleure gehen davon aus, dass noch mehr Manipulationen stattgefunden haben und wohl auch in Zukunft vorkommen werden.














