
Ein Kult-Getränkehersteller, der seit 1857 die Kunden mit dem eigenen Mineralwasser begeistert, ist nun insolvent. Aufgrund der schwierigen Lage blieb dem Traditionsunternehmen kein anderer Schritt übrig.
Nun hat die Pleitewelle ein weiteres Traditionsunternehmen erwischt. Ein Kult-Getränkehersteller, den viele Kunden auch aufgrund des Mineralwassers kennen, ist insolvent. Die Mitarbeiter schauen in eine ungewisse Zukunft.
Schon Höhen und Tiefen überstanden: Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Seit 1857 gibt es diesen Traditionsbetrieb bereits. Die Kunden schätzen schon seit über 150 Jahren die Qualität des Mineralwassers. Aber auch andere Getränke gibt es aus dem Hause dieses Unternehmens. Dabei hatte der Hersteller schon einige Krisen über die Jahrzehnte hinweg gemeistert.
Bereits 2016 musste der Getränkehersteller Insolvenz anmelden. Dieses Verfahren lief allerdings in Eigenverwaltung und konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Damals hatte das Unternehmen große Investitionen getätigt, die sich jedoch nicht so schnell rechneten. Die Margen fielen zu niedrig aus und die Umsätze gingen zurück. Dennoch schaffte es der Hersteller, erfolgreich aus der Krise herauszukommen. Erst 2024 übernahm das Unternehmen die Biermarke „Koblenzer“.
Kult-Getränkehersteller von Mineralwasser insolvent: So sieht die Zukunft aus
140 Mitarbeiter bangen nun um ihre Jobs. Die Gewerkschaft hat sich jedoch schon kämpferisch gezeigt. „Man wolle um jeden Arbeitsplatz kämpfen“, heißt es. Bislang läuft der Betrieb wie gewohnt weiter. Die Angestellten der Rhenser Mineralbrunnen GmbH mit Sitz in Rhens im Landkreis Mayen-Koblenz bekommen ihre Gehälter für März, April und Mai aus dem Insolvenzgeld.
Laut dem Insolvenzverwalter verschaffe man sich derzeit einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Das Ziel sei es, den Betrieb weiterzuführen und zukünftig wettbewerbsfähig zu gestalten. Der Markt für Getränke sei zwar hart umkämpft, dennoch sehe man gute Chancen für das Unternehmen. Da die Lager gut gefüllt sind, setzt die Rhenser Mineralbrunnen GmbH auf das Sommergeschäft. Man wolle sicherstellen, dass die Kunden pünktlich und in ausreichender Menge beliefert werden. Auch bei dieser Insolvenz geriet das Unternehmen aufgrund des zurückhaltenden Konsumverhaltens, der geringen Margen, der gestiegenen Transportkosten und des hohen Branchendrucks in finanzielle Schieflage. Die Zukunft wird zeigen, ob es dieses Traditionsunternehmen raus aus der Pleite schafft.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, LIESER Rechtsanwälte, rhenser.de, Insolvenzbekanntmachungen.de)














