Sieger: Billig-Mineralwasser schlägt teure Marken bei Öko-Test

Ein langes grünes Getränkeregal mit verschieden Sorten Mineralwasser ist im Supermarkt zu sehen. Die Flaschen sind aus PET. Im hinteren Bereich sind Tetra Paks einsortiert.
Symbolbild © istockphoto/Jollier_

Das ist kaum zu glauben, aber dieses Billig-Mineralwasser schlägt die teuren Marken beim Öko-Test um Längen. Damit haben sicher nur die wenigsten gerechnet. Doch im Test schneidet es besonders gut ab.

Ausgerechnet ein Billig-Mineralwasser schneidet im Öko-Test besonders gut ab. Es ist einer der Sieger bei den Testergebnissen. Viele Menschen sind davon überrascht.

Hier sollte man besser aufpassen

Mineralwasser gilt für viele Menschen als besonders rein, gesund und naturbelassen. Doch ein aktueller Test von Öko-Test zeigt: Nicht jede Flasche hält dieses Versprechen ein. Überraschend dabei: Gerade Billig-Mineralwasser aus Discountern wie Lidl oder Aldi konnten teurere Produkte teilweise in vielen Dingen schlagen. Insgesamt analysierte Öko-Test 53 stille Mineralwässer aus Supermärkten, Discountern und von Markenherstellern. Dabei standen nicht nur Geschmack und Reinheit im Fokus, sondern vor allem auch etwaige Schadstoffe. Das Ergebnis dürfte viele überraschen. Denn mehr als die Hälfte der getesteten Produkte erhielt die Note „sehr gut“ – darunter auch einige Billig-Mineralwasser.

Zu den positiven Beispielen gehörten unter anderem stille Mineralwässer von Lidl und Aldi. Diese überzeugten vor allem dadurch, dass sie frei von bedenklichen Schadstoffen und mikrobiologisch unauffällig sind. Gleichzeitig zeigten einige deutlich teurere Markenprodukte Schwächen im Labor.

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Auch Alternativen sind empfehlenswert

Besonders kritisch sahen die Tester erhöhte Werte von Chrom und Arsen. In mehreren Wässern hat man diese Stoffe in auffälligen Mengen gefunden. Besonders negativ fielen unter anderem „Emsland Quelle Naturelle“ sowie das Wasser „Thüringer Waldquell Still“ auf. Doch damit nicht genug: In vielen getesteten Produkten fanden die Labore außerdem Spuren von sogenannten PFAS beziehungsweise Trifluoressigsäure. Diese Stoffe zählen zu den sogenannten Ewigkeitschemikalien, da sie sich in der Umwelt kaum abbauen. Laut Testergebnissen hat man geringe Spuren in fast allen untersuchten Wässern entdeckt.

Experten weisen zudem darauf hin, dass auch Billig-Mineralwasser keineswegs automatisch gesünder ist als Leitungswasser. In Deutschland kontrolliert man Leitungswasser sogar strenger als abgefülltes Mineralwasser. Viele Verbraucher greifen dennoch weiterhin zum Mineralwasser.

(Quellen: Öko-Test, Verband Deutscher Mineralbrunnen, IDM)