
Wenn sich dieser smaragdgrüne Käfer in den Gärten ausbreitet, kommt bei Phobikern nicht selten Panik auf. Es stellt sich die Frage, ob es sich um einen Schädling handelt, der zum Problem für die heimische Naturoase werden könnte.
Beim Anblick dieses Tieres zuckt wohl so manch einer zusammen. Doch das Aussehen allein erklärt nicht, ob das Insekt hilfreich oder tatsächlich ein gefährlicher Gast im eigenen Garten ist.
Ein auffälliges Krabbeltier in deutschen Gärten
Die Angst vor Spinnen (Arachnophobie) ist hierzulande weitverbreitet. Unter einer klinisch relevanten Angst leiden etwa vier Millionen Menschen in Deutschland. Dass auch andere Krabbeltiere wie Käfer bei Phobikern schiere Panik auslösen, ist vor allem im Frühling und Sommer zu beobachten. Viele Tiere zeigen sich dann zum ersten Mal, vermehren sich rasant und tauchen auch im eigenen Garten auf. Auch der Anblick dieses smaragdgrünen Käfers dürfte jetzt das Interesse vieler wecken, denn er ist wärmeliebend und somit insbesondere an sonnigen Tagen anzutreffen.
Smaragdgrüner Käfer breitet sich aus: Wie man das Insekt erkennt
Der besonders aussehende Käfer aus Europa bevorzugt unter anderem biodiverse Gärten, Heckenlandschaften sowie Waldränder. Wer ihn erkennen will, sollte auf einige Details achten: Der schlanke Körper des sogenannten Goldlaufkäfers (Carabus auratus) kann eine Länge von bis zu 30 Millimetern erreichen. Außerdem hat das Insekt leuchtend rote Beine. Am auffälligsten ist die Oberseite ‒ Halsschild und Flügeldecken weisen ein metallisches Aussehen in grüner Farbe mit goldenem Schimmer auf. Das Tier gilt als äußerst flink. Dabei unterstützen die kräftigen Beine das typische Jagdverhalten, das als aktiv und wendig beschrieben wird.
Wer jetzt Sorge um seine Gartenpflanzen und die Ernte hat, kann jedoch beruhigt sein: Der Goldlaufkäfer, der auch als Goldschmied bezeichnet wird, ist kein Schädling, sondern ein echter Helfer. Auf dem Speiseplan des Nützlings stehen zum Beispiel Raupen und Nacktschnecken. Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg weist darauf hin, möglichst wenig Pflanzenschutzmittel einzusetzen oder es im besten Fall gar nicht zu benutzen, um dem Käfer beim Überleben zu helfen.
(Quellen: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft)














