Rekord: So wenig Kuhmilch haben die Deutschen noch nie konsumiert

Milch einschenken in Glas
Symbolbild

Milch gilt als besonders hochwertig, denn sie liefert viele wichtige Nährstoffe für den Körper. Doch der Milchkonsum sinkt immer weiter.

In Deutschland sinkt offenbar der Milchkonsum. In nur 50 Jahren soll sich der Verbrauch von Milch halbiert haben.

Drastisch sinkender Milchkonsum

Der Konsum von Milch pro Person lag 1970 noch bei ca. 80 Kilo pro Jahr. Doch seitdem hat sich der Verbrauch an Milch halbiert. Mit daran Teil haben auch pflanzliche Alternativen und mitunter auch die immer weiter steigenden Milchpreise.

Im Durchschnitt konsumieren die Deutschen pro Kopf aktuell lediglich noch 47,8 Kilo Milch im Jahr. Das ist der tiefste Stand den es seit der Aufzeichnung der gesamtdeutschen Statistik zu verzeichnen gibt.

Alternativen holen auf

Einen sehr großen Anteil daran tragen vor allem auch pflanzliche Alternativen, wie Hafer-, Soja- und Mandel-Drinks. Denn diese holen immer weiter auf und verdrängen dabei die Kuhmilch von der Spitzenposition. Und der Trend zeigt sogar auf, dass der Konsum auch weiterhin rückläufig sein wird.

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Das bedeutet aber auch, dass viele Landwirte ihre Einnahmen umstellen müssen. Denn je weniger Kuhmilch gefragt wird, desto weniger setzen sie ab und müssen sich auf Alternativen einstellen. Damit werden auch weniger Milchkühe gefragt.

Alternativen stehen in der Kritik

Erst kürzlich wurde entschieden, dass Alternativen, wie aus Hafer, Soja, Kokos oder Mandel nicht mehr mit dem Begriff Milch bezeichnet werden dürfen. Sie dürfen ausschließlich Drink heißen. Denn so soll eine Verwechslung ausgeschlossen werden.

Tatsächlich nehmen aber auch mit sinkendem Milchkonsum die Milchbauern weniger ein. Vor Kurzem wurde der Milchpreis erhöht. Auch er soll, laut Experten weiterhin steigen. Damit sollen auch die Preise für Milch- und Milchprodukt weiter ansteigen. Dies wird sicherlich nicht dazu führen, dass Milch wieder mehr konsumiert wird.