
Die Riesen-Hornisse breitet sich weiter in Deutschland aus. Auch Dortmund verzeichnet inzwischen Funde der eingewanderten Insektenart. Experten bitten die Bevölkerung um Aufmerksamkeit und Meldungen.
In Deutschland tauchen immer häufiger Insektenarten auf, die ursprünglich nicht aus der Region stammen. Solche Arten gelangen oft durch menschliche Aktivitäten oder über angrenzende Länder in neue Gebiete und können sich dort weiter ausbreiten. Auch die Asiatische Hornisse gehört zu diesen eingewanderten Arten.
Eingewanderte Insektenarten bringen heimische Tiere in Gefahr
Neue Insektenarten können das Gleichgewicht in bestehenden Lebensräumen beeinflussen. Besonders problematisch wird es, wenn heimische Tiere mit den eingewanderten Arten um Nahrung oder Lebensraum konkurrieren müssen. Die Asiatische Hornisse stellt vor allem für Honigbienen eine Herausforderung dar, weil diese keine speziellen Abwehrmechanismen gegen den Räuber entwickelt haben. Dadurch können Bienenvölker stärker unter Druck geraten. Für Imker entsteht deshalb ein zusätzliches Risiko, denn die Tiere können eine Gefahr für die Haltung von Honigbienen darstellen.
Riesen-Hornisse breitet sich in Deutschland aus
Die Zahl der Beobachtungen der Asiatischen Hornisse steigt in Nordrhein-Westfalen deutlich an. Über das Neobiota-Portal des Landesamts für Natur, Umwelt und Klima NRW gingen bis zum 27. Mai bereits 3.117 bestätigte Meldungen ein. Allein im Jahr 2026 wurden damit deutlich mehr Sichtungen registriert als in früheren Jahren. Besonders auffällig zeigt sich die Entwicklung im Mai: Bis zum Stichtag meldeten Menschen 1.673 Funde, nachdem im gesamten Mai 2025 nur 250 Meldungen eingegangen waren.
Die Asiatische Hornisse gelangte nach Nordrhein-Westfalen aus südwestlicher Richtung. Über Belgien und die Niederlande erreichte die Art zunächst das linksrheinische Rheinland und breitete sich anschließend weiter nach Norden und Osten aus. Inzwischen hat sie auch das Ruhrgebiet erreicht, wie Einträge im Neobiota-Portal zeigen. Rund um Dortmund finden sich bereits zahlreiche Fundpunkte. Wer eine Asiatische Hornisse entdeckt, sollte die Beobachtung melden, damit Fachstellen die weitere Ausbreitung dokumentieren können. Die Meldungen helfen dabei, ein genaueres Bild über das Vorkommen der Art in Nordrhein-Westfalen zu erhalten.
(Quellen: Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK), eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














