Sonnenschirme im Test: Schadstoffe sorgen für Alarm

Auf einem mit einem verschnörkeltem Gitter begrenzten Balkon einer Wohnung ist ein großer roter Schirm aufgespannt. Es sieht so aus, als wäre es gerade Sommer. Auch die Rolläden sind heruntergelassen, um das Aufheizen der Wohnung zu verhindern.
Symbolbild © imago/Wolfgang Maria Weber

Gerade im Sommer sind schattenspendende Methoden enorm wichtig. Schade nur, dass in einem neuesten Test viele Sonnenschirme schlecht abschnitten, da sich Schadstoffe in ihnen befinden. Das sorgt bei Verbrauchern für Besorgnis.

Dieser Test bringt so einige Überraschungen ans Licht und zeigt, warum sich ein genauer Blick vor dem Kauf eines Sonnenschirms lohnt. Denn auch Sonnenschirme sind nicht frei von Schadstoffen – und das sollte Verbraucherschützer und Verbraucher zu Recht alarmieren.

Was viele Käufer vor dem Kauf eines Sonnenschirms übersehen

Wer im Sommer Balkon, Terrasse oder Garten nutzt, kommt an einem Sonnenschirm kaum vorbei. Er spendet Schatten und schützt vor intensiver UV-Strahlung. Doch aktuelle Testergebnisse zeigen, dass sich die Qualität der Modelle stärker unterscheidet, als es auf den ersten Blick scheint. Nicht nur Größe oder Design entscheiden über einen guten Sonnenschirm. Auch die Verarbeitung, Standfestigkeit und das Material des Bezugs spielen eine wichtige Rolle.

Verbraucherschützer empfehlen, einen Schirm zu wählen, der die gewünschte Schattenfläche rund 50 Zentimeter überragt. Ein weiterer Tipp: Bei größeren Modellen sollte der Standfuß ausreichend Gewicht besitzen, damit der Schirm auch bei Wind sicher steht. Praktisch sind außerdem neigbare Modelle, da sie auch bei tief stehender Sonne Schatten spenden. Wichtig zu wissen: Selbst ein hochwertiger Sonnenschirm ersetzt keine Sonnencreme. Dermatologen raten besonders bei Kindern weiterhin zu zusätzlichem UV-Schutz. Kritisch sehen Experten außerdem sogenannte PFAS. Diese langlebigen Chemikalien machen Stoffe zwar wasser- und schmutzabweisend, bauen sich in der Umwelt aber nur sehr langsam ab. Welche Folgen das im aktuellen Vergleich hatte, zeigt sich erst bei den Gesamtergebnissen.

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Sonnenschirme im Test: Nur wenige Modelle können überzeugen

Die Stiftung Warentest prüfte elf Sonnenschirme für Garten und Terrasse. Positiv fiel auf, dass nahezu alle Modelle einen guten Schutz vor UV-Strahlung bieten. Beim Gesamturteil sah das Bild jedoch deutlich schlechter aus. Mehrere Schirme erhielten die Note „mangelhaft“, weil in ihren Bezügen erhöhte PFAS-Gehalte nachgewiesen wurden. Dadurch verschlechterte sich die Gesamtbewertung erheblich, obwohl einige Modelle bei Stabilität oder Handhabung ordentliche Ergebnisse erzielten.

Als Testsieger setzte sich der Ampelschirm Sunfun Capri Rund von Bauhaus durch. Er überzeugte mit guter Haltbarkeit, einfacher Bedienung und einem nahezu PFAS-freien Bezug. Wer einen klassischen Marktschirm sucht, findet in Joggesö von IKEA eine günstigere Alternative. Dieses Modell schnitt insgesamt mit „befriedigend“ ab, zeigte jedoch leichte Schwächen bei den Schadstoffwerten. Der Test macht deutlich: Ein hoher Preis ist kein Garant für die beste Qualität.

(Quellen: Stiftung Warentest, Bundesinstitut für Risikobewertung, Verbraucherzentrale)