Sortiment drastisch verkleinert: Auswahl verschwindet in Supermärkten

Die Kundin geht durch die Supermarktregale.
Symbolbild © istockphoto/sergeyryzhov

Bei großen Lebensmittelkonzernen ist derzeit zu beobachten, dass diese ihr Sortiment drastisch verkleinern und damit auch die Auswahl in den Supermärkten schrumpft.

Viele Lebensmittelhersteller verändern derzeit ihr Sortiment und schränken damit die Auswahl für die Kunden in den Supermärkten ein. Die Gründe dafür sind vielschichtig.

Hersteller sortieren aus

Hersteller wie Nestlé sind äußerst präsent in deutschen Supermärkten. Der Hersteller beinhaltet über 2.000 Marken, von denen etwa 100.000 Produkte in den Supermärkten zu finden sind. Wie Medien berichten, soll nun allerdings das Sortiment von Nestlé verkleinert und damit auch die Auswahl in den Supermärkten reduziert werden.

Im Jahr 2022 soll der Lebensmittelhersteller bereits ein Fünftel seiner Produktvariationen nicht mehr produziert haben, heißt es in Berichten. Jetzt erklären Medien, dass auch im Jahr 2023 eine Verschlankung der Produktpalette geplant sein soll. Erneut sollen zehn Prozent der bislang angebotenen Waren aus dem Sortiment und damit auch der Auswahl in den Supermärkten verschwinden.

Kaufzurückhaltung spielt eine Rolle

Ein Hauptgrund für diese Veränderung soll die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher sein. So können sich viele aufgrund der konstant hohen Inflation bestimmte Produkte nicht mehr so einfach leisten. Laut Berichten soll dies Auswirkungen auf die Produktvielfalt der Lebensmittelhersteller haben, die ihr Sortiment entsprechend anpassen müssen.

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Weiterhin heißt es in den Berichten, dass Nestlé vorhabe, durch die Sortimentverkleinerung effizienter zu werden. Der Konzern ist allerdings nicht der einzige, der vorhaben soll, seine Auswahl zu verkleinern. Auch Unilever soll ähnliche Pläne haben. Dabei nutzt das Unternehmen offenbar ein KI-Tool, um seine Produktpalette zu bewerten.

Was sich nicht lohnt, fliegt

Am Ende der Auswertung zeigt sich dann, welche Produkte sich lohnen und welche nicht. Die unrentablen werden in der Folge aussortiert. Dabei hat die Reduzierung des Sortiments nicht nur Auswirkungen auf die Auswahl in  großen Supermärkten, sondern trifft auch kleinere Lebensmittelhändler.

Laut Medienberichten möchte auch der zweitgrößte Wursthersteller Deutschlands The Family Butchers seine derzeit angebotenen Waren von 1.340 auf 950 Produkte reduzieren. Bei den Herstellern Veganz, Bahlsen und Vileda soll es ähnliche Pläne zur Reduzierung der Produktpalette geben.