Spar-Maßnahmen: Aldi streicht sehr viele Produkte aus Filialen

Ein leerer Einkaufswagen steht vor dem Kühlregal in einem Supermarkt oder in einem Discounter. Im Hintergrund sind mehrere Produkte im Regal zu erkennen.
Symbolbild © istockphoto/Aleksej Sarifulin

Die ersten Folgen haben die Kunden wohl bereits wahrgenommen. Nun streicht Aldi weitere Produkte aus den Filialen. Der Discounter begründet dies mit dringend notwendigen Spar-Maßnahmen, die getroffen werden müssen.

Aldi streicht sehr viele Produkte aus den Filialen. Die Discounter-Kette muss sparen und entfernt zunächst diejenigen Produkte, die bei den Kunden nicht mehr ankommen. Das hat Folgen.

Aldi reagiert: „Kunden kaufen das nicht mehr“

Discounter wie Lidl und Aldi setzen in der Regel auf Eigenmarken und günstige Preise. Natürlich gibt es auch etliche Markenprodukte. Während viele Markenartikel in Supermärkten fest zum Sortiment gehören, werden sie bei Discountern oft nur zeitweise als Aktionsware angeboten. Aldi kämpft jedoch neben den Kosten mit einem weiteren Problem. Seit Jahren laufen dem Discounter die Kunden davon. Diese kaufen ihre Lebensmittel lieber bei Rewe und Edeka. Denn längst zählen nicht mehr nur günstige Preise. Die Kunden wollen Qualität und ein gutes Gefühl beim Einkaufen. Deshalb muss sich Aldi neu aufstellen.

Spar-Maßnahmen sollen Kosten einsparen: Aldi streicht bekannte Produkte

Eigentlich gilt das Sprichwort: „Zeit ist Geld“. Für die Discounter und Supermärkte gilt jedoch der Ausspruch „Regalplatz kostet Geld“. Denn die Lebensmittelmärkte sind darauf angewiesen, dass die Kunden die Produkte auch kaufen. Je schneller diese aus den Regalen verschwinden, desto mehr Geld bringt dies für die Märkte. Aldi Süd hat nämlich festgestellt, dass bestimmte Artikel von bekannten Herstellern bei den Kunden nur als Aktionsware ankommen. Ansonsten bleiben sie in den Regalen stehen.

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Deshalb fiel die Entscheidung auch knallhart aus: Ehrmann Grand Dessert, Zott Sahne Joghurt und Rana Fertiggerichte wird es bei Aldi Süd nicht mehr geben. Je nach Region fliegen 50 Artikel aus dem Sortiment. Während diese Maßnahme wohl viele Kunden schon bemerkt haben, folgt jetzt eine weitere. Auch den regionalen Eigenmarken Schwälbchen, Frankenland und Schwarzwaldmilch geht es an den Kragen. Der Discounter setzt nun mehr auf Einheitlichkeit als auf Regionalität. Mit der Anpassung erhofft sich Aldi Süd nicht nur mehr Verkäufe, sondern zukünftig auch weniger Ladenhüter. Denn was nicht verkauft wird, muss indessen Platz für neue Produkte machen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)