Statt vegetarisch: Immer mehr Deutsche essen Wildfleisch

Ein Teller mit Gemüse, Beilagen und Wildfleisch appetitlich angerichtet
Symbolbild © istockphoto/JimmyLung

Offizielle Zahlen des Jagdverbandes zeigen, dass immer mehr Deutsche Wildfleisch essen. Die Nachfrage soll kontinuierlich steigen.

Wildfleisch wird bei immer mehr Deutschen beliebter. Demnach sei die Nachfrage nach regionalem Wildfleisch derzeit groß.

Immer mehr Deutsche essen Wildfleisch

Der klassische Festtagsbraten kann heute aus Wildfleisch bestehen. Vor allem Schwarzwild, Rotwild oder Dammwild stehen hoch im Kurs. Auch für die leichte Sommerküche greifen viele Verbraucher zu Wildfleisch. Die Preise für Wildbret sollen im Vergleich zu anderen Lebensmitteln stabil bleiben. So sollen die Produktionskosten in der Landwirtschaft eine gewisse Stabilität aufweisen. Schließlich spielen weder Futtermittelpreise noch Energiepreise eine große Rolle bei der Jagd. Es gibt offizielle Zahlen, die belegen, dass die Deutschen immer mehr Wildfleisch essen.

Nachdenklich stimme allerdings die Herkunft. So käme ein Drittel der Tiere aus dem Ausland. Man würde sich wünschen, dass die Verbraucher beim Kauf von Wildfleisch noch mehr auf das Herkunftsland achten. Denn in vielen Discountern gibt es beispielsweise Rothirsche, die in Neuseeland gezüchtet werden. Wer beim Kauf sicher sein will, dass es sich wirklich um ein Produkt aus heimischen Wäldern handelt, sollte sich an die örtlichen Metzgereien wenden und einen genauen Blick auf die Verpackung werfen.

Lesen Sie auch
Verzicht beim Zähneputzen: "Niemals Mundspülung nehmen"

Fleischkonsum drastisch gesunken

Tatsächlich ist heimisches Fleisch ein Qualitätsmerkmal. Schließlich haben die Lebensmittel keine kilometerlangen Transportwege hinter sich. Für die Discounter ist es jedoch nicht einfach, ausschließlich auf lokales Fleisch zurückzugreifen. Denn diese unterliegen natürlichen Schwankungen. Faktoren wie das Nahrungsangebot in der Natur und das Wetter spielen eine wichtige Rolle, die nicht jeder Supermarkt berücksichtigen kann.

Nach Angaben des Bundesinformationszentrums für Landwirtschaft ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch in Deutschland rückläufig. Er sank auf 52 Kilogramm pro Verbraucher, was einem Rückgang von 4,2 Kilogramm entspricht. Im direkten Vergleich ist das ein Rückgang auf Zahlen, die man zuletzt im Jahr 1989 hatte. Einen der Hauptgründe dafür sehen die Vertreter der Fleischwirtschaft vor allem in den gestiegenen Preisen, welche die Kunden an der Kasse für Fleisch bezahlen müssen.