Steigende Preise: Deutsche Bäckereien geraten in die Mega-Krise

Eine Kundin steht in einer Bäckerei vor einer Auslage von verschiedenen Backwaren wie Brot, Brötchen und Süßgebäck und wartet auf die Bedienung, während sie sich das Brot anschaut.
Symbolbild © imago/Sven Simon

Die Preise in deutschen Bäckereien sind vielerorts drastisch angestiegen. Trotz eines speziellen positiven Trends, auf den der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks aufmerksam macht, ist klar: Die Krise ist noch lange nicht vorbei.

Die Probleme im Bäckerhandwerk bleiben weiter bestehen – und viele Betriebe mussten bereits mit Preiserhöhungen reagieren.

Die Zahl der Azubis steigt, doch die Krise bleibt

Das Interesse an Ausbildungsplätzen in der Bäckerei ist wieder gestiegen, wie der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks informiert. Allerdings täuscht der Trend über die anhaltende Krise in der Branche hinweg. Nicht nur die sinkende Anzahl der Betriebe spiegelt die Schieflage wider, sondern auch das fehlende Personal. Zugleich müssen Traditionsbetriebe mit Backshops in Supermärkten konkurrieren. Ein Problem dabei: Viele Kunden schätzen das Bäckerhandwerk, wollen in teuren Zeiten aber nicht allzu viel Geld ausgeben. Umso bedeutender ist der Sonntagsbetrieb, der vielen Betrieben einen wichtigen Umsatz einbringt. Für frische Brötchen müssen Kunden manchmal jedoch viel tiefer als bisher in die Tasche greifen.

Preise: Warum deutsche Bäckereien heute mehr verlangen

In den vergangenen Jahren wurde immer wieder von einem „Sonntagszuschlag“ berichtet, etwa bei der Düsseldorfer Bäckerei Terbuyken. So ist es inzwischen oft möglich, die höheren Betriebskosten etwas auszugleichen. Das bedeutet: Die gestiegenen Kosten geben einige Bäckereien mittlerweile direkt an ihre Kunden weiter. Auf die hohe Nachfrage nach Sonntagsbrötchen reagieren Bäcker jedoch insgesamt unterschiedlich, etwa im Landkreis Leipzig. Das Backhaus Hennig in Zwenkau öffnet an Sonn- und Feiertagen in ausgewählten Filialen. Vor allem dort, wo ohnehin mehr Menschen unterwegs sind, rentiert sich das Geschäft. Deshalb setzt man bei der Sonntagsöffnung auf Standorte mit höherer Frequenz.

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Die Bäckerei Schwarze in Bennewitz hält den Sonntagsverkauf bewusst klein. Sie verkauft dann nur im Hauptgeschäft an der Leipziger Straße sowie in einer Filiale in Eilenburg. Nicht allen geht es demnach um möglichst viele geöffnete Läden, sondern um Standorte, die sich für den Aufwand wirklich lohnen. Auch Lieferdienste spielen im Sonntagsbetrieb eine wichtige Rolle, sodass einige Bäckereien mit ihnen zusammenarbeiten. Klar ist: Im Vergleich zu früher sind die Kosten für Sonntagsbrötchen insgesamt vielerorts angestiegen. Wann und ob sie sinken, ist unklar.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)