Strafen drohen: Geschenkpapier nicht in die blaue Tonne werfen

Unter einem grünen Weihnachtsbaum, der reich geschmückt im Zimmer steht, liegen mehrere Weihnachtsgeschenke schön und bunt verpackt und warten darauf, ausgepackt zu werden.
Symbolbild © imago/Noah Wedel

Nach dem Weihnachtsfest und der Bescherung stapeln sich Verpackungen und Papier. Wer aber das übrige Geschenkpapier achtlos entsorgt, dem drohen Strafen, weil bestimmtes Papier nicht einfach in die blaue Tonne darf.

Die Zeit der Bescherung an Weihnachten ist die, worauf viele sehnsüchtig das ganze Jahr warten. Sind alle Päckchen einmal aufgemacht, bleiben Unmengen an Müll zurück. Wer das Geschenkpapier dabei nur achtlos wegwirft und manches davon in die blaue Tonne gibt, riskiert hohe Strafen vom Amt.

Der einfache Test beim Papier, der alles entscheidet 

Nach den Feiertagen sehen viele Haushalte aus wie nach einer Papierexplosion. Glänzende Bögen, bunte Schleifen und Kartons türmen sich neben dem Baum. Doch bevor der Berg im Altpapier verschwindet, lauert ein entscheidender Unterschied: Nicht alles, was wie Papier aussieht, darf dort hinein. Viele Menschen glauben fälschlich, Geschenkpapier gehöre pauschal in die blaue Tonne – das kann jedoch teuer werden, wenn es falsch entsorgt wird. Hinzu kommt, dass Weihnachten statistisch zu den Zeiten mit dem höchsten Abfallaufkommen zählt. Laut Entsorgungsexperten steigt das Müllaufkommen um rund 20 Prozent, weil zusätzliche Verpackungen und Dekoration anfallen.

Ein hilfreicher Trick zur Unterscheidung ist der sogenannte Reiß- oder Scrunch-Test. Beim Zerreißen entstehen bei reinem Papier ausgefranste, faserige Ränder, die auf Recyclingfähigkeit hindeuten. Viele Recyclingbetriebe nutzen diese physikalischen Merkmale, um Papier von beschichtetem Material zu trennen. Doch was genau bedeutet das in der Praxis? Einfache Tipps aus Haushaltsratgebern zeigen, dass nicht nur das Material wichtig ist, sondern auch zusätzliche Elemente wie Draht, Folie oder Glitzer. Diese können den Recyclingprozess stören – und genau deshalb müssen solche Verpackungen oft anders entsorgt werden.

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Die wichtigste Erkenntnis kommt erst jetzt: Glänzend beschichtete oder mit Kunststoff versehene Geschenkverpackungen dürfen nicht ins Altpapier. Diese Varianten gehören in den Restmüll, weil sie das Recycling stören und Sortieranlagen belasten. Damit sind vor allem Papiere mit Glitzer, metallischen Effekten, Wachsbeschichtungen oder Folien gemeint. Solche Materialien lassen sich technisch nicht wie reines Papier auflösen, was sie für Altpapierprozesse ungeeignet macht. Kommt beschichtetes Papier trotzdem in die blaue Tonne, kann das die Recyclingqualität mindern und im schlimmsten Fall sogar Strafen nach sich ziehen, weil regionale Abfallvorschriften verletzt werden.

Auch Geschenkbänder, Schleifen oder aufgeklebte Dekoration müssen vor dem Entsorgen getrennt werden. Viele dieser Elemente bestehen aus Kunststoff und gehören entweder in die Gelbe Tonne oder – im Zweifel – in den Restmüll. Wer nachhaltig denken möchte, kann darüber hinaus gut erhaltenes Papier und Kartons sammeln und im nächsten Jahr wiederverwenden. Alternativen wie Stoffverpackungen oder Zeitungspapier reduzieren den Abfall bereits beim Verschenken.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)