
Paketboten haben es nicht leicht. Für einige Empfänger stellt sich nun kurz vor Weihnachten die Frage nach einem Trinkgeldverbot für diese Arbeitnehmer, die ja gerade in der Hochsaison hart schuften müssen. So sieht die rechtliche Lage aus.
Tag für Tag liefern sie Pakete aus, auch bei schmuddeligem Wetter und niedrigen Temperaturen. Wer ein Paket bekommt, greift deshalb gerne mal zum Trinkgeld. Dabei gibt es einiges zu beachten, um nichts Verbotenes zu tun.
Trinkgeldverbot vor Weihnachten: Das ist erlaubt
Jeder freut sich über ein kleines Trinkgeld. Gerade in finanziell schwierigen Zeiten tut der Bonus in der Tasche gut. Vor allem Paketboten, die derzeit hart arbeiten müssen, sind oft dankbar für die Wertschätzung. Denn die Temperaturen sind gesunken, die Zahl der Pakete steigt weiter an. Es herrscht Zeitdruck. DHL-Zahlen belegen eindrucksvoll, dass Hochbetrieb herrscht. Wie der Dienstleister angibt, werden kurz vor Weihnachten täglich über zwölf Millionen Sendungen bearbeitet.
Weil der Onlinehandel seit vielen Jahren boomt, haben Hermes, DHL und Co. ohnehin viel zu tun. Wer seinem Paketboten jetzt etwas Gutes tun will, drückt ihm also kurzerhand den einen oder anderen Euro in die Hand. Was in der Gastronomie nicht unüblich ist, ist in der Versandbranche aber noch längst nicht selbstverständlich.
DHL, UPS und Co.: Regeln der großen Paketdienstleistern
Grundsätzlich dürfen Mitarbeiter laut DHL und UPS durchaus kleine Aufmerksamkeiten wie ein Trinkgeld, Süßigkeiten oder etwa Gebäck von Paketempfängern annehmen. Auch Amazon stellt sich nicht quer und erlaubt seinen Beschäftigten die Annahme solcher freundlichen Gesten. Wer ein Trinkgeld plant, sollte allerdings realistisch bleiben. Zwei bis fünf Euro sind üblich und angemessen.
Die rechtlich sichere Obergrenze bei Geschenken für Angestellte der großen Paketdienstleister liegt bei 25 Euro. Hermes sieht maximal zehn Euro Trinkgeld vor. DPD erlaubt höchstens 9,50 Euro. Wer höhere Summen verschenkt oder eine Gegenleistung für den Bonus erwartet, muss mit dem Vorwurf der Bestechung rechnen. Besser ist es demnach, bei kleinen Summen oder geringfügigen Aufmerksamkeiten zu bleiben, die vielen Boten den harten Arbeitstag oft schon etwas versüßen.
(Quellen: Deutsche Post, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














