
Wieder einmal nimmt die Debatte um eine vegane Mensa Fahrt auf. Dieses Mal fordern die Studenten einer großen deutschen Universität eine Umstellung des bisherigen Mensa-Angebotes.
Was an anderen Universitäten bereits funktioniert, soll bald auch für eine weitere deutsche Universität gelten. Zumindest, wenn es nach ihren Studenten geht, denn diese fordern eine vegane Mensa und setzen damit erneut eine alte Debatte in Gang.
Bereits im Konzept einiger Universitäten enthalten: „Reicht noch nicht“
Die Statistiken sprechen eine eindeutige Sprache. Alleine die Tierhaltung aufgrund von Ei- und Fleischprodution macht ca. 15 Prozent der Treibhausgasmenge aus, die auf Deutschlands Konto geht. Die Haltung von Kühen, Schweinen und anderen Nutztieren geht daher gegen den Klimaschutz und vergrößert den CO2-Abdruck deutlich. Abgesehen von ihrer ethischen Überzeugung fordern daher immer mehr Studenten, dass die Mensa ihrer Universtität vegan wird und nur noch vegane Mittagessen anbietet. Zwar gibt es bereits einige vegane Mensen und Caféterien in Deutschland. Dies reicht den Studenten dieser großen Universtität jedoch nicht aus.
Studenten fordern vegane Mensa und entfachen eine neue Diskussion
Einige funktionierende vegane Mensen in Deutschland und anderen Ländern gibt es bereits. Die großen Universitäten in Berlin, Zürich, Cambridge, Graz oder Basel zum Beispiel haben bereits vegane Mensen. Über 70 Hochschulen sind Teil der Bewegung „Plant-Based Universities“. Deshalb hat die Studierendenkommission an der Heidelberger Universität gleich zwei Beschlüsse gefasst, die eine rein pflanzliche Ernährung in den Universitätsmensen und -caféterien vorsehen. Die Gründe hierfür liegen laut der Studentenschaft auf der Hand.
Demnach sei man an den Universitäten besonders in der Pflicht, etwas zum Klimaschutz beizutragen und das Tierleid zu mindern. Deshalb ist vorgesehen, dass zukünftig an allen Universitäten des Netzwerks sowie bei Veranstaltungen der Pädagogischen Hochschule nur noch veganes Essen angeboten wird. Es gebe inzwischen so viele gesunde und leckere Alternativen zu Tierprodukten, dass eine nicht vegane Ernährung einfach nicht gerechtfertigt sei, so das Studierendenwerk weiter. Man wolle eine für das Klima so schädliche Industrie nicht mehr subventionieren, heißt es.
(Quellen: Pädagogische Hochschule Heidelberg, Studierendenparlament der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Studierendenwerk Heidelberg)














