Supermärkte melden Engpässe – dieses Lebensmittel wird knapp

Eine nachdenkliche Frau steht vor einem leeren Regal im Supermarkt. Sie hält einen Einkaufskorb in der Hand. Rechts im Regal stehen noch einige Packungen Klopapier, die als letzte Artikel übrig sind.
Symbolbild @ istockphoto/SolStock

Wer regelmäßig dieses beliebte Produkt in den Warenkorb legt, könnte beim Wocheneinkauf bald vor einem leeren Regal stehen. Mehrere große Supermarktketten melden derzeit Probleme bei der Verfügbarkeit.

Dieses Produkt gehört für viele Verbraucher zum Standardsortiment. Doch ausgerechnet hier entstehen derzeit Lücken. Mehrere Händler bestätigen eine angespannte Warenlage.

Supermärkte schlagen Alarm: Engpässe für Lebensmittel

Bei Aldi Nord sind nach Unternehmensangaben derzeit einzelne Sardinenartikel vorübergehend nicht erhältlich. Auch Rewe spricht von einer eingeschränkten Verfügbarkeit. Lidl und Kaufland berichten ebenfalls von Problemen bei der Beschaffung. Nicht jede Filiale und nicht jedes Produkt muss betroffen sein. Je nach Händler, Marke und Region können Kunden weiterhin Sardinen finden. Die Unternehmen versuchen zudem, fehlende Ware über andere Lieferanten oder Herkunftsländer auszugleichen. Ein wichtiger Grund für die Engpässe liegt in Marokko. Das nordafrikanische Land zählt zu den bedeutenden Produzenten und Exporteuren von Sardinen und spielt auch für den europäischen Markt eine wichtige Rolle.

Händler können fehlende Mengen nicht ohne Weiteres aus anderen Ländern ersetzen. Sardinenbestände schwanken von Jahr zu Jahr, außerdem beeinflussen Wassertemperaturen und andere Umweltbedingungen die Fangmengen. Bis neue Lieferwege stehen, kann einige Zeit vergehen.

Lesen Sie auch
Gefährliche weiße Eier breiten sich in deutschen Gärten aus

Lebensmittel können aus den Supermärkten verschwinden

Verbraucher müssen deshalb nicht mit einem vollständigen Verschwinden der Sardine aus deutschen Supermärkten rechnen. Wahrscheinlicher sind zeitweise Lücken bei einzelnen Produkten und Marken. Wer nicht auf Sardinen verzichten möchte, kann sich zunächst bei anderen Händlern oder nach alternativen Herkunftsländern umsehen. Auch andere fettreiche Seefische wie Hering oder Makrele bieten sich als Alternative an.

Bei Konserven lohnt sich außerdem ein Blick auf die Zutaten: Produkte in Öl liefern durch das zugesetzte Öl meist mehr Kalorien als Sardinen im eigenen Saft. Ernährungsphysiologisch bleibt die Sardine interessant. Sie liefert hochwertiges Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren. Wann sich die Versorgung vollständig normalisiert, lässt sich derzeit allerdings noch nicht zuverlässig sagen.

(Quellen: Aldi Nord, REWE, Lidl, Kaufland, FIZ, dpa)