Teuer: Besitzer müssen Wärmepumpen plötzlich austauschen

Luft-Wärmepumpe zum Kühlen oder Heizen des Hauses.
Symbolbild © istockphoto/NAPA74

Auf einmal müssen bestimmte Besitzer ihre Wärmepumpen austauschen. Das steckt hinter der Forderung.

Wärmepumpen sind dieser Tage in aller Munde. Sogar der größte Bauer von Ölheizungen stoppt nun sein bisheriges Business, um vollends auf den Wärmepumpen-Zug aufzuspringen. Jetzt heißt es aber plötzlich, dass bestimmte Bürger, die bereits eine Wärmepumpe haben, diese nun austauschen sollen. Was ist da los?

Besitzer sollen Wärmepumpen austauschen

Durch das neue Energiegesetz werden in Deutschland bald viele Bürger auf die Wärmepumpe setzen müssen. Um die Klimaziele erreichen zu können, wird Deutschland ab 2024 mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien heizen müssen. Für die meisten bedeutet das den nicht billigen Einbau einer Wärmepumpe. Das allein wird für viele bereits hohe Kosten verursachen. Nun gibt es jedoch den nächsten Knaller: Offenbar müssen gewisse Menschen ihre Wärmepumpen nun plötzlich wieder ausbauen. Wie kommt es dazu?

Die Wärmepumpe ist der Favorit von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Es gebe Alternativen, aber man habe sich nun auf diese Variante geeinigt. Ungerecht scheint es indessen, dass einige Menschen in München ihre Wärmepumpen nun wieder ausbauen müssen. Ein Grund hierfür sei Wassermangel.

Das kann teuer werden

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Aufgrund des gesunkenen Grundwassers versiegte vor Kurzem der Brunnen einer Eigentümergemeinschaft in einem Mehrparteienhaus in München. Diese nutzt aber eine Grundwasser-Wärmepumpe für ihre Heizung. Jetzt müssen die Bewohner auf eine andere Heizmethode umsteigen, höchstwahrscheinlich auf eine Gasheizung.

Eine Gesteinsschicht liegt im Weg – sonst könnte man den Brunnen weiterbohren, um an Wasser zu gelangen. Der niedrige Grundwasserstand in Bayern, der in den letzten Jahren aufgrund der Trockenheit nochmals weiter abgesunken ist, wird als Ursache für das Problem genannt. Andere Gebiete in Bayern sind ebenfalls von niedrigen Grundwasserständen betroffen.

Grundwasser gesunken

Es ist tragisch. Da benutzt eine ganze Eigentümergemeinschaft schon die Heizmethode, nach der heute – spätestens morgen – jeder fragt, und jetzt müssen sie aufgrund des niedrigen Grundwasserstandes umdisponieren. Die Wahl fiel dabei nicht aus freien Stücken auf eine Gasheizung, sondern aus der Not heraus. Der niedrige Grundwasserstand könnte in diesem Zusammenhang auch anderen Haushalten gefährlich werden, die mit einer Wärmepumpe heizen.

Das Ironische daran: Der niedrige Grundwasserspiegel rührt von der permanenten Trockenheit der letzten Jahre. Diese kann man auf den Klimawandel zurückführen – den man mithilfe von Wärmepumpen nun zu bekämpfen versucht.