Teuer: Erste Restaurants verlangen 12 Euro für Sprudelflasche

Ein Kellner trägt auf der rechten Hand ein Tablett aus Holz, auf dem mehrere Tassen, einige Gläser und eine Flasche Mineralwasser stehen.
Symbolbild © imago/Wolfgang Maria Weber

Inzwischen verlangen erste Restaurants für eine Flasche Mineralwasser bis zu 12 Euro. Erstaunlich dabei sind jedoch nicht nur die Preise, sondern auch die Reaktionen der Kunden auf diese drastische Preiserhöhung.

Auch in diesem Jahr ist wieder alles teurer geworden. Inzwischen verlangen sogar einige Restaurants für eine Flasche Mineralwasser 12 Euro. Experten erklären das Phänomen und wieso die Gäste so reagieren.

Trotz gesunkener Mehrwertsteuer: Verbraucher spüren kaum Entlastungen

Seit dem 1. Januar 2026 gilt in Deutschland beim Speisen in der Gastronomie wieder der verminderte Steuersatz von sieben Prozent. Getränke werden weiterhin mit 19 Prozent besteuert. Dennoch merken viele Gäste keine spürbare Erleichterung, denn die meisten Restaurants haben die Preise für die Endverbraucher nicht gesenkt. Begründet wird dieses Vorgehen damit, dass die Kosten für alle anderen Ausgaben weiterhin hoch blieben und man eine gewisse Gewinnmarge bräuchte, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können.

Die Gastronomiebetriebe gehen sogar noch einen Schritt weiter. Wie bereits Experten prognostiziert haben, sollen die Preise für Getränke sogar noch steigen. Und das aus einem ganz besonderen Grund.

Restaurants verlangen 12 Euro für Mineralwasser: Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten

Wie Experten der Branche bereits vorausgesagt haben, sollen die Preise für Getränke in den Restaurants und Lokalen weiter ansteigen. Denn: Die Kunden bestellen während des Essens immer weniger Alkohol. Dadurch verlieren die Betriebe eine wichtige Einnahmequelle. Deshalb werden sie die Preise für nicht-alkoholische Getränke wohl bald anpassen, um diesen Verlust auszugleichen. Davon gehen die Fachleute aus. Und wie sieht die Rechtfertigung für eine solche Preiserhöhung aus? Man wolle in den Premiumsektor gehen, heißt es. Die Gäste sollen so das Gefühl bekommen, dass Mineralwasser, alkoholfreie Cocktails, Säfte und Softdrinks von besonderer Qualität seien, für die sie bereit sind, mehr Geld auszugeben.

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Diesem Argument folgt beispielsweise die Marke „Wossa“. Hier kostet eine Flasche mit 750 Millilitern 12 Euro. Die Marke will sich hauptsächlich an die Spitzengastronomie als Zielgruppe wenden. Bei dieser Preisgestaltung zeigt sich jedoch ein interessantes Phänomen. In den Netzwerken regen sich viele Menschen über solche Preise auf und kündigen an, dass sie diese Preise niemals zahlen würden. In den Restaurants zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Wer beispielsweise für ein Glas Wein 12 Euro zahlt, empfindet 5 Euro für ein Glas Wasser nicht mehr als so teuer. Während im Discounter die Menschen sehr preissensibel sind, würde dies in anderen Bereichen komplett wegfallen, so die Experten. Allein deshalb könnte die Preiskalkulation der Gastronomiebetriebe aufgehen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Statistisches Bundesamt, Verband Deutscher Mineralbrunnen, Frankfurter Rundschau)