Tiny House einfach in den Garten stellen – Das ist wirklich erlaubt

Auf einer Camping-Messe befinden sich einige Besucher, die sich die verschiedenen Modelle von Wohnwagen und Campingausrüstung anschauen. Die Campingwagen sehen nicht nur immer moderner aus, sondern lassen auch an Ausstattung kaum noch Wünsche offen.
Symbolbild © imago/aal.photo

Bekannt aus den USA kommen auch hierzulande immer mehr Menschen auf den Geschmack und wollen sich ein eigenes Tiny House in den heimischen Garten stellen. Dabei müssen sie jedoch einiges beachten.

Wer diesen Trend unbedingt mitmachen und unabhängig werden möchte, könnte auf die Idee kommen, sich einfach ein sogenanntes Tiny House in den eigenen Garten zu stellen. Doch man sollte vorsichtig sein und unbedingt vorher einige Behördengänge erledigen.

Raus aus dem Haus ins Tiny House: Immer mehr Menschen träumen davon

Die sozialen Medien sind voll davon. Influencer berichten von einem Leben in Unabhängigkeit und Freiheit. So findet sich auf zahlreichen Accounts viel Material zum Thema Vanlife, Camping oder eben auch zum Tiny House. Dieser Trend aus den USA erlaubt es, ein Haus zwischen 25 und 60 Quadratmetern einfach fertig bauen zu lassen und dann irgendwo abstellen zu lassen. Da der Unterbau des Hauses auf Rädern liegt, kann man quasi überall damit hinreisen.

Für ältere Menschen scheint dies eine besonders reizvolle Option zu sein. Das eigene Haus wird mit dem Alter viel zu groß. Und die Kinder mit den Enkelkindern sollen ja auch irgendwo leben können. Wer ein besonders enges Verhältnis zum Nachwuchs pflegt, könnte daher auf die Idee kommen, ein Tiny House in den Garten zu stellen und die Kinder im Eigenheim wohnen zu lassen. Doch typisch Deutschland muss man dafür zuvor einige Behördengänge erledigen und Genehmigungen einholen.

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Tiny House im Garten abstellen: Das muss man in Deutschland beachten

Zunächst einmal kennen die deutschen Behörden das Tiny House unter dem Begriff Mikrohaus und es lässt sich, je nach Verwendungszweck, in die unterschiedlichen gesetzlichen Vorschriften einfügen. Wird es zu Wohnzwecken genutzt, gelten die für Wohnhäuser gültigen Vorschriften. Experten sehen den wichtigsten Punkt darin, dass man das Mikrohaus auf einem Grundstück aufstellt, das bereits über die entsprechenden Anschlüsse für Wasser, Strom und Gas verfügt. Damit ist der wichtigste Punkt schon einmal erfüllt.

Hinzu kommt, dass man die Aufstellung des Hauses zuvor bei der entsprechenden Gemeinde beantragt. Dies dauert in der Regel drei Monate. Zudem muss man darauf achten, ob zur Grundstücksgrenze des Nachbarn wenigstens drei Meter Abstand vorhanden sind. Wenn nicht, muss auch der Nachbar um Erlaubnis gefragt werden. Gibt es keine Umweltauflagen, die den Aufbau verhindern könnten, steht einem Leben im eigenen Mikrohaus nichts mehr im Wege.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, myHOMEBOOK, Bundesverband Mikrohaus)