
Fondue und Raclette gehören für viele Familien zu Silvester, wie das Feuerwerk zum Jahreswechsel. Doch Experten warnen: Wer bei diesem Klassiker nicht aufpasst, könnte den Abend mit üblen Folgen beenden.
Fondue und Raclette stehen jedes Jahr hoch im Kurs, wenn es darum geht, Silvester kulinarisch zu feiern. Kein Wunder – die gesellige Zubereitung und die Vielfalt an Zutaten machen diese Mahlzeiten so beliebt. Doch genau jene Tradition birgt ein Risiko, das viele unterschätzen.
Kleine Fehler, große Folgen: So schnell landet man in der Silvesterfalle
Heute besteht nicht nur Gefahr durch Böller. Greift man zum Beispiel zum falschen Feuerwerk, droht einem eventuell dadurch sogar Knast. Auch das Essen wird zum Risikofaktor. Denn wer das Folgende bei der Zubereitung falsch macht, der verbringt Neujahr im Bett – und das nicht wegen eines Katers. Gibt man nämlich bei Raclette und Fondue nicht zur Genüge acht, liegt man nach Silvester mit einer Magen-Darm-Infektion bis zu einer Woche lang flach. Aber was ist das Problem? Eine Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) aus dem Jahr 2021 zeigt, dass Campylobacter-Bakterien in rohem Hühnerfleisch ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko darstellen. Und diese Bakterien führen rapide zu Magen-Darm-Infektionen, die sich durch starke Bauchschmerzen, Durchfall und Fieber äußern. Besonders problematisch: Bei der Zubereitung von Fondue oder Raclette steht das rohe Fleisch an Silvester oft direkt auf dem Tisch und bietet somit einen idealen Nährboden für Kreuzkontaminationen.
Man sitzt gemütlich beisammen und möchte nicht immer wieder aufstehen. Doch dabei machen viele Menschen schon gleich den nächsten Fehler. Angeheitert benutzen Feierwütige an Silvester sowohl für Fondue und Raclette dieselbe Gabel wie für sämtliche andere Lebensmittel. Man spießt rohes Fleisch auf und im nächsten Moment nimmt man von einer anderen Speise und steckt sich diese Gabel in den Mund. Das sollten wir bitte auf keinen Fall machen, denn genau hier liegt die Gefahr. Die Bakterien gelangen viel zu leicht von der Gabel in den Mund. Damit das gemeinsame Essen ein Genuss bleibt, gibt es einfache, aber wichtige Regeln zu beachten.
Bakteriengefahr: Der unsichtbare Feind und die wichtigsten Hygiene-Regeln
Auch wenn es hinterher mehr Abwasch bedeutet, sollte man Gabeln immer separat verwenden: Eine Gabel nur für das rohe Fleisch und eine andere fürs Essen nutzen. Wir haben zwar kein Corona mehr, aber sich die Hände regelmäßig zu waschen, ist nach wie vor Pflicht. Insbesondere nach jedem Kontakt mit rohem Fleisch sollten die Hände gründlich gereinigt werden. Doch das Allerwichtigste bleibt: Hühnerfleisch darf man niemals roh verzehren. Nur vollständig durchgegart ist es sicher.
Somit sind Fondue und Raclette an Silvester nicht per se gefährlich – doch problematisch wird es schnell beim Umgang mit rohem Fleisch. Wer die einfachen Hygiene-Regeln einhält, kann den Start ins Neujahr bedenkenlos genießen. Also nicht vergessen: Hände waschen, separate Gabeln nehmen und immer gut durchgaren!














