
Eine weitere Metzgerei macht dicht ‒ und bestätigt die herausfordernde Lage in der Branche. Auch im neuen Jahr treibt die Krise somit einige Betriebe zu schweren Entscheidungen. Die Gründe für das traurige Aus.
Nun ist es offiziell bestätigt: Diese Metzgerei hat keine Zukunft mehr am Markt. Was Kunden jetzt wissen sollten, wenn sie einen letzten Einkauf planen.
Eine weitere Metzgerei macht dicht
Eine ganze Branche kämpft ums Überleben. Zahlen des Deutschen Fleischer-Verbands bestätigen die traurige Entwicklung: In ganz Deutschland gab es 2024 nur noch etwa 10.000 klassische Fleischer-Fachgeschäfte als selbstständige Meisterbetriebe. Die Gründe dafür sind vielfältig ‒ und für Betroffene belastend. Steigende Energiekosten, ein wachsender Berg an bürokratischen Auflagen und die starke Konkurrenz durch die Fleischregale in den Supermärkten gehören dazu. Sie machen es Inhabern schwer, ihre Läden wirtschaftlich zu führen. Nicht zu unterschätzen sind zudem der anhaltende Mangel an qualifiziertem Personal und die faire Bezahlung von Fachkräften, die nicht jeder Betrieb stemmen kann. Nun hat es eine weitere Metzgerei getroffen.
Was sich hinter dem traurigen Aus des Betriebs verbirgt
Betroffen ist ein Unternehmen aus dem Nachbarland Schweiz. Die in der Region Bern gelegene Metzgerei Pfäffli in Biglen wird ihren Betrieb zum 31. Oktober 2026 einstellen. Nach 13 Jahren im Dorf geht damit eine Ära zu Ende. Hinter dem Aus der Metzgerei Pfäffli steckt eine bittere Erkenntnis: Die Belastungsgrenze ist erreicht. Über ein Jahrzehnt lang stand das Betreiberehepaar Caroline und Andreas Pfäffli Tag für Tag im eigenen Laden – ein Einsatz, der nun seinen Tribut fordert.
Das Dauerpensum und der enorme Zeitdruck haben die gesundheitliche Verfassung der Inhaber offenbar belastet. Die Einstellung von zusätzlichen Beschäftigten, um für die nötige Entlastung zu sorgen, ließ sich aus finanziellen Gründen schlichtweg nicht darstellen. Für die Pfäfflis blieb somit nur eine Konsequenz, um die eigene Lebensqualität zu retten: der endgültige Schlussstrich unter die Selbstständigkeit. Bis zum Stichtag Ende Oktober dieses Jahres läuft der Betrieb für Kunden jedoch weiter. Auch ihren Partyservice bieten die Inhaber bis zur Schließung weiterhin an. Die Zukunft der Räumlichkeiten ist derzeit noch ungewiss.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Angaben der Metzgerei Pfäffli)














