
Eine traditionelle deutsche Supermarktkette schließt schon bald mehrere Filialen in der gesamten Bundesrepublik. Die Maßnahmen sind Teil eines Sanierungsplans, der das Unternehmen retten soll und bereits im vergangenen Jahr beschlossen wurde.
Manchmal muss man loslassen, damit sich die Dinge zum Positiven wenden können. Im übertragenen Sinne nimmt sich eine traditionsreiche Supermarktkette dieses Credo an, um das Unternehmen vor einem Totalschaden zu bewahren.
Supermarktkette schließt Filialen, um Kosten zu senken
Mal eben zum Supermarkt um die Ecke und schnell noch etwas zum Abendessen besorgen – für viele Menschen in Deutschland ist dies bald nicht mehr möglich. Besonders für kleinere Ortschaften, in denen es mit viel Glück wenigstens einen Supermarkt gibt, ist dieses Szenario unerfreulich. Und doch könnte es noch in diesem Monat bittere Realität werden. Das Schweizer Unternehmen Migros hat bereits im vergangenen Jahr angekündigt, die Supermarktkette Tegut umfassend zu sanieren. Seit der Gründung 1947 hat Tegut seinen Hauptsitz im hessischen Fulda.
Im Laufe der Jahre hat sich Tegut mit etwa 350 Filialen zu einer Supermarktkette entwickelt, die in sechs Bundesländern vertreten ist. 2013 kaufte Migros die Firma auf, die 2022 und 2023 hohe Verluste zu verbuchen hatte. Tegut sei Teil des Problems. Daher kündigte der Mutterkonzern Ende 2024 an, Tegut bis Ende 2026 Zeit zu geben, um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. So durchläuft die Einzelhandelskette seither umfassende Sanierungs- und Sparmaßnahmen. Zu diesen gehören auch Veräußerungen einzelner Filialen. Etwa zehn Prozent der Märkte sollen geschlossen und 120 Stellen abgebaut werden.
Supermarktkette am Ende – Schließungen sind die Folge
Bisher läuft der gesamte Prozess wohl etwas schleppend. So sollen erst zehn Filialen verkauft worden sein. Die Verhandlungen laufen also noch. Besonders die Märkte im Süden Deutschlands sollen bei potenziellen Käufern nicht sonderlich beliebt sein. Laut aktuellen Aussagen der Geschäftsführung zeigt der Sparkurs bereits erste Erfolge, weshalb man optimistisch in die Zukunft blicke. Doch das gilt längst nicht für die Kunden und Mitarbeiter, deren Standorte eingestampft werden. So schließt offenbar schon Mitte September eine Tegut-Filiale in Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Ende des Monats soll ein weiterer Markt im fränkischen Hallstadt bei Bamberg seine Türen schließen.














