Trick: Immer mehr Haushalte gießen Nudelwasserreste in Garten

Eine Person in der Küche hält einen Topf mit fertig gekochten Fettuccine und Nudelwasser über ein weißes Abtropfsieb im Spülbecken und lässt das Wasser in das Sieb fließen. Es ist Wasserdampf zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/EMPPhotography

Wer seine Nudelwasserreste in den Garten statt in das Spülbecken kippt, profitiert auf praktische Weise. Wie der unkomplizierte Trick den Geldbeutel schont und worauf zu achten ist, damit sich der clevere Hack nicht als Reinfall entpuppt.

Nudeln stehen bei vielen Genießern mehrmals pro Woche auf dem Speiseplan. Was dabei völlig unterschätzt wird, ist das Nudelwasser. Warum vor allem Gartenfreunde jetzt profitieren können.

Kochwasser wird häufig unterschätzt

Sie sind beliebt und schnell zubereitet: Nudeln sind in fast jedem Haushalt zu finden. Statistisch gesehen verzehrt jeder Deutsche über zehn Kilogramm im Jahr. Ob als unkomplizierter Sattmacher nach der Arbeit oder als aufwendiges Sonntagsessen – die Teigwaren landen mehrmals pro Woche in fast jedem Kochtopf. Das führt dazu, dass in Millionen Haushalten täglich literweise Wasser erhitzt wird. Nach wenigen Minuten wird es dann durch den Abfluss gejagt. Während auf dem Teller die dampfenden Fusilli landen, verschwindet eine unterschätzte Ressource im Rohrsystem. Denn Nudelwasser steckt voller wertvoller Nährstoffe, die unter anderem im Garten helfen.

Warum Nudelwasserreste in den Garten gehören

Lesen Sie auch
Nur Spielzeug: Diese Tonies sind heute ein kleines Vermögen wert

Das Nudelwasser fungiert in der heimischen Naturoase als praktischer Flüssigdünger. Da beim Garvorgang Stärke und Mineralstoffe aus dem Getreide in das Wasser übergehen, entsteht eine gesunde Mischung, die das Bodenleben aktiviert. Die Stärke dient den Mikroorganismen im Erdreich als Energiequelle. Das wiederum verbessert die Qualität der Erde. Zudem wird das Wurzelwachstum der Pflanzen unterstützt. Wichtig ist dabei lediglich, das Wasser vorher abkühlen zu lassen und darauf zu achten, dass es nicht gesalzen ist. Ansonsten droht eine Wurzelschädigung.

Neben der Gartenpflege zeigt das Kochwasser seine Stärken auch beim Abwasch in der Küche. Die enthaltenen Stärkepartikel wirken wie ein sanfter, biologischer Fettlöser, der hartnäckige Rückstände in Pfannen oder Töpfen bindet und das Reinigen erleichtert. Als Spülung nach dem Haarewaschen versorgt das mineralhaltige Wasser die Haarstruktur mit Nährstoffen. Das sorgt oft für mehr Griffigkeit und ein gesundes Aussehen. Wer beim nächsten Abgießen eine Schüssel unter das Sieb stellt, spart also ganz unkompliziert etwas Geld und profitiert gleich mehrfach.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Foods Journal, Öko-Test)