
Küchenabfälle auf Pflanzen verteilen ‒ klingt für einige sonderbar, während andere auf diesen Trick schwören. Wer ihn ausprobieren will, muss jedoch einige Punkte beachten. Welche Abfälle sich besonders eignen und wie es wirklich klappt.
Die Tonne mit dem Abfall quillt über ‒ und bald werden die eigentlich wertvollen Ressourcen von der Müllabfuhr abgeholt. Was viele nicht ahnen: Folgende Küchenreste können ein cleverer Helfer für unsere Pflanzen sein.
Unterschätzt: Vieles landet achtlos im Müll
Beinahe 80 Kilogramm unverbrauchte Lebensmittel schmeißen die Deutschen pro Kopf in privaten Haushalten weg, so das Umweltbundesamt (UBA). Ein Großteil dieser Verschwendung ließe sich durch eine bessere Planung beim Einkauf und die richtige Lagerung im Kühlschrank vermeiden. Doch selbst wenn man bewusst konsumiert, bleiben organische Reste übrig, die meist achtlos in die Tonne wandern. Dabei lässt sich vielen dieser vermeintlichen Abfälle ganz einfach ein zweites Leben schenken.
Küchenabfälle auf Pflanzen verteilen ‒ so klappt der Trick
Ein Beispiel für die Wiederverwertung sind leere Eierschalen. Da sie sich fast nur aus Kalziumkarbonat zusammensetzen, fungieren sie im Erdreich als biologischer Kalklieferant. Um die Nährstoffe für das Wurzelwerk freizusetzen, befreit man die Schalen zuerst unter dem Wasserhahn von Eiweißresten. Sobald sie trocken sind, zermahlt man sie zu einem staubigen Mehl. Ein Mörser hilft dabei, da eine pulverisierte Konsistenz im Boden zügiger umgesetzt wird als große Bruchstücke. Die Beigabe reguliert den Säuregehalt der Beete und festigt die Struktur von Gewächsen. Aber Achtung: Bei säureliebenden Gewächsen wie Heidelbeeren, Rhododendren oder Hortensien sollte man auf Kalk verzichten. Zum Gedeihen brauchen sie eher einen geringen pH-Wert.
Genauso gewinnbringend lassen sich die Rückstände aus dem Kaffeefilter einsetzen. Das dunkle Pulver enthält wichtige Elemente wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Bevor die Reste jedoch zwischen die Blumen gestreut werden, müssen sie auf einer ebenen Unterlage an der Luft ausdörren. Leicht untergeharkt bietet der Stoff eine Nahrungsgrundlage für Heidelbeeren oder Hortensien. Zudem zieht der Stoff Regenwürmer an, die den Boden auflockern. Auf diese Weise unterstützt der Rest des Wachmachers die Gesundheit der Grünpflanzen auf natürliche Art.
(Quellen: Gartenexperten, Hobbygärtner, Verbraucherportale, Pflanzenratgeber)














