
Es hört sich paradox an, aber trotz der Kälte im Winter drohen den Bürgern Tausende Euro Strafe beim Vogelfüttern. Was grausam klingt, hat jedoch einen ernsthaften Hintergrund.
Auch wenn Meteorologen bald mit dem Einzug eines kalten Winters rechnen, müssen Bürger beim Vogelfüttern mit einer Strafe von mehreren Tausend Euro rechnen. Mit dieser Maßnahme will man ein großes Problem angehen.
Hobbygärtner und Tierfreunde wollen helfen, doch Füttern ist verboten
So langsam machen viele Hobbygärtner ihre Gärten winterfest. Denn glaubt man dem 100-jährigen Kalender und den derzeit vorherrschenden Wetterprognosen könnte noch im November der Winter in Deutschland Einzug halten. Da es immer weniger naturbelassene Fleckchen in den Städten und Gemeinden Deutschlands gibt, hungern auch die Vögel. Tierfreunde können dies nur schwer mit ansehen und richten für die kleinen gefiederten Lebewesen extra Futterplätze mit Samen und Körnern ein. Wer es besonders umweltfreundlich gestalten will, nutzt hierfür sogar ausgediente Milch- oder Saftpackungen. Doch bei einem Vogel kennen die Behörden kein Pardon und stellen das Füttern unter Strafe. Damit wollen sie einem großen Problem begegnen, das sonst Überhand nimmt.
Strafe beim Vogelfüttern: Hierauf sollte man als Bürger unbedingt achten
Eines zunächst einmal vorweg: Wer den kleinen Singvögeln durch den Winter helfen will, muss keine Strafe befürchten. Denn diese darf man füttern. Experten geben sogar extra Tipps, wie man es unseren kleinen gefiederten Freunden im Garten auch in den kälteren Jahreszeiten so angenehm wie möglich machen kann.
Ein Fütterungsverbot gibt es dagegen in vielen Städten und Gemeinden für die Tauben. Diese haben sich in den Jahren zuvor nicht nur rasant vermehrt, sondern stellen auch ein zunehmendes Hygieneproblem dar. Sie lassen ihren Kot überall fallen, auch auf denkmalgeschützte Häuser und großen kulturelle Plätzen. Durch ihre Überbevölkerung leben sie zudem auf engstem Raum und werden anfällig für Krankheiten. Das gilt auch für die Fütterung durch Menschenhand. Viele Bürger wissen es nicht besser und geben den Tieren alte Brotreste, Mais, Reis und andere stärkehaltige Lebensmittel. In ihrer Not fressen die Tauben dies und werden davon krank und anfällig für Parasiten. Deshalb raten Experten dazu: Wer den Vögeln und den Menschen wirklich helfen will, unterstützt sogenannte Taubenschläge. Hier steht den Tieren nicht nur artgerechtes Futter wie Körner und Samen zur Verfügung. Es findet auch eine Kontrolle der Population statt.
(Quellen: NABU, Deutsche Wildtierstiftung)














