
Trotz der anhaltenden Krise und des Sparens der Menschen greifen wieder mehr Bürger zu Bio-Lebensmitteln. Dies liegt laut Experten an einer Entwicklung, die ganz bestimmte Läden betrifft.
Zunächst gingen die Umsätze deutlich zurück und die Menschen schienen mehr auf den Preis als auf Qualität zu schauen. Doch nun zeigt eine Auswertung, dass die Bürger hierzulande tatsächlich wieder vermehrt zu Bio-Lebensmitteln greifen.
Wirtschaftskrise zwingt zum Sparen: Günstige Preise statt Qualität
Die anhaltende Wirtschaftsflaute und Teuerung zwingen viele Bürger in Deutschland dazu, ihr Geld stärker zusammenzuhalten. Die Inflation schmälert die Kaufkraft der Haushalte spürbar. Viele Verbraucher meiden größere Anschaffungen und reagieren mit einem veränderten Einkaufsverhalten. Ausgaben für Freizeit, Gastronomie und nicht lebensnotwendige Güter reduzieren die Verbraucher deutlich. Sie suchen gezielt nach Rabatten und Sonderangeboten.
Anstelle teurer Herstellermarken landen verstärkt die Handels-Eigenmarken im Einkaufskorb, da diese bei oft ähnlicher Qualität deutlich günstiger sind. Diese Entwicklung wirkt sich jedoch nicht unbedingt negativ auf die Supermärkte und Discounter aus. Und auch auf den Bereich der Bio-Lebensmittel hat dies einen anderen Einfluss, als man zunächst denken mag.
Bürger greifen zu Bio-Lebensmitteln: Bio erlebt neue Rekordumsätze
Entgegen der intuitiven Annahme, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten als Erstes beim Öko-Einkauf gespart wird, zeigt sich auf dem deutschen Markt ein überraschendes Bild. Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in Deutschland wächst trotz der Wirtschaftskrise und hoher Inflation kontinuierlich weiter. Die Nachfrage hebt sich damit deutlich vom restlichen, eher stagnierenden Lebensmittelmarkt ab. Allerdings hat sich das Wie und Wo beim Bio-Einkauf durch die Krise drastisch verändert.
Die größten Wachstumstreiber für Bio-Lebensmittel sind Drogerien (wie dm oder Rossmann) sowie die klassischen Discounter. Verbraucher nutzen dort die oft deutlich günstigeren Handels-Eigenmarken im Bio-Segment statt teurerer Herstellermarken. Reine Bio-Supermärkte und Naturkostläden spüren die Krise und die Zurückhaltung der Kunden wesentlich deutlicher. Viele Verbraucher decken ihren Bio-Bedarf schlicht beim regulären Wocheneinkauf im Supermarkt oder Discounter ab, um Preise besser vergleichen zu können. Konventionelle Lebensmittel haben sich in den vergangenen Jahren phasenweise prozentual deutlich stärker verteuert als Bio-Produkte.
(Quellen: Tagesschau.de, bioPress.de, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














