
Das kommt für viele Menschen in Deutschland überraschend. Doch nun ist eine berühmte Hotelkette insolvent. Über 120 Häuser und 5.500 Angestellte sind von dieser Nachricht betroffen.
Seit Jahren steckt die Hotelbranche in einer tiefen Krise. Nun ist sogar eine berühmte Hotelkette insolvent. Über 120 Häuser sind von der Nachricht betroffen.
Über 120 Häuser sind betroffen
Das kommt für viele Menschen überraschend. Aber eine berühmte Hotelkette ist nun insolvent. Dabei handelt es sich um einen der größten Hotelbetreiber in ganz Europa. Doch selbst das schützt offenbar nicht vor einer Insolvenz. Mittlerweile ist in den Medien bekannt, dass man beim Amtsgericht in Berlin-Charlottenburg die sogenannte Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt hat. Betroffen von der Insolvenz sind circa 125 Hotels sowohl in Deutschland als auch in Österreich. Eine gute Nachricht gibt es dabei immerhin für die rund 5.500 Mitarbeiter, denn sie alle behalten ihre Jobs. Zudem will man auch alle Hotels weiterhin geöffnet lassen, und der Betrieb soll wie gewohnt weiterlaufen.
Bei dem Hotelbetreiber handelt es sich um die Revo Hospitality Group, welche unter anderem Marken wie Accor, Wyndham, Marriott und Hilton betreibt. Dass selbst so eine berühmte Hotelkette insolvent ist, kommt für viele überraschend, die sich nicht gut mit der Hotelbranche auskennen. Denn diese steckt schon seit geraumer Zeit in einer echten Dauerkrise. Die Kosten für Energie und Lebensmittel steigen ständig an, und auch die Mieten erhöhen sich kontinuierlich. Auf der anderen Seite herrscht insbesondere seit der Corona-Krise ein starker Personalmangel, da viele Fachkräfte der Hotellerie mittlerweile ganz den Rücken gekehrt haben. Hinzu kommt, dass es seit der Krise immer weniger Geschäftsreisen gibt, und auch privat wird nicht mehr so viel gereist.
Krise der Hotelbranche ist groß
Derartige Punkte treffen die Hotelbranche besonders stark, und so gerät auch eine berühmte Kette in eine finanzielle Schieflage. Denn – anders als in vielen anderen Branchen – lassen sich laufende Kosten kaum irgendwie abmildern oder vermeiden. Fixkosten wie Miete und Co. müssen weiterlaufen.
Das Ergebnis sieht man nun bei der Revo Hospitality Group. Wobei man hier unter anderem auch eine zu schnelle Expansion in den letzten Jahren sowie Doppelstrukturen und Integrationsprobleme als Auslöser genannt hat. Die Geschäftsführung zeigt sich dennoch zuversichtlich. Man hofft, bereits bis zum Sommer mit der Sanierung fertig zu sein und gleichzeitig alle Arbeitsplätze zu erhalten.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, REVO Hospitality Group, Amtsgericht Charlottenburg)














