
Ob Rind oder Schwein – die Preise sollten steigen, sagen Fachleute. Dass es vor allem junge Menschen sind, die mehr Geld für Fleisch ausgeben würden, belegt nun eine aktuelle Umfrage. Dabei sind die Kosten für Verbraucher bereits kräftig gestiegen.
Nicht jeder befürwortet hohe Fleischpreise. Die junge Generation zeigt allerdings klare Haltung, wie neue Zahlen jetzt beweisen. Sie ist bereit, tiefer in die Tasche zu greifen.
Zahlen belegen: Sie sind bereit, mehr Geld für Fleisch zu bezahlen
Bratwurst, Minutensteak und Co. sind teurer geworden, erklärt die Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft (AMI). Bei den hohen Preisen für das Grillgut dürfte vielen Verbrauchern der Appetit vergehen. In den sozialen Medien fordern einige Nutzer sogar ironisch eine „Grillpreisbremse“. Der Fleischkonsum in Deutschland ist nach wie vor hoch. Über 50 Kilogramm pro Kopf werden jedes Jahr verzehrt. Besonders auffällig: 2024 wurde sogar ein kleiner Anstieg verzeichnet, obwohl immer mehr Menschen sich für eine vegane Ernährung interessieren.
In den vergangenen Jahren ist Fleisch insgesamt immer teurer geworden. Statistiken zeigen, dass sich die Teuerung seit 2020 im Schnitt auf über 30 Prozent beläuft. Vor allem Tierschützern und vielen Klimaaktivisten reicht der Anstieg allerdings nicht aus, auch nicht beim Bio-Fleisch. Um das Tierwohl zu verbessern und Umweltbelastungen zu reduzieren, fordern diese deutlich höhere Fleischpreise. Wie eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nun belegt, zeigen sich vor allem jüngere Menschen offen gegenüber einer möglichen Veränderung.
Gen Z ist am ehesten bereit, tiefer in die Tasche zu greifen
Etwa 57 Prozent der Befragten ab Jahrgang 1997 wären demnach einverstanden mit höheren Preisen, um ökologische Kostenpunkte besser zu berücksichtigen. Die Jahrgänge ab 1965 (Gen X) oder auch 1955 (Babyboomer) sehen das etwas anders. Nur 43 und 40 Prozent würden mehr für Salami, Schnitzel und Co. ausgeben. Ob herkömmliche Fleischwaren oder Produkte mit Bio-Siegel: Dass Fleisch in Zukunft generell teurer sein wird, haben viele Experten bereits prognostiziert. Wie tief Verbraucher in drei, fünf oder zehn Jahren tatsächlich in die Tasche greifen müssen, ist jedoch noch nicht klar.














