
Supermärkte müssen sich beim Verkauf von Fleisch auf eine neue Pflicht einstellen. Schon bald dürfte die Änderung Verbrauchern beim Einkaufen auffallen – und vor allem bei der Auswahl ihrer Produkte eine Hilfe sein.
Auf Fleischkonsumenten kommt ab 2025 eine wichtige Änderung zu. Für Supermarktkunden sind es gute Neuigkeiten, auf die sie nun gespannt sein dürfen. Die Umstellung gilt zunächst für eine spezielle Sorte Fleisch.
Neue Pflicht für den Verkauf von Fleisch ab 2025
Mehr als 51 Kilogramm Fleisch pro Kopf konsumieren Deutsche jährlich, wie das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) bekannt gibt. Tendenziell sinkt der Konsum. Während einige komplett auf Fleisch verzichten, entscheiden sich andere für einen bewussteren Umgang damit. Sie essen es, möchten aber mehr über die Haltebedingungen erfahren und wissen, wie es um das Tierwohl und um die Qualität des Fleisches steht. Die Haltungsform-Kennzeichnung, die auf Verpackungen zu finden ist, war bisher eine freiwillige Angabe.
Sie gibt Auskunft über die Haltebedingungen. Nu kommt ein neues Label dazu, das Verbrauchern ebenfalls Informationen zur Tierhaltung liefert. Dabei handelt es sich allerdings um eine Kennzeichnung, die staatlich verpflichtend ist ‒ zunächst nur für unverarbeitetes Schweinefleisch aus Deutschland. Die Kennzeichnung, die spätestens ab August überall zu sehen sein soll, teilt sich in 5 Stufen auf. Stufe 1 mit der Bezeichnung „Stall“ zeigt, dass die Tierhaltungsform den gesetzlichen Mindestanforderungen entspricht. Die höchste Stufe mit der Bezeichnung „Bio“ steht hingegen für Tierhaltungsbedingungen mit viel Auslauf, Platz und Öko-Futter.
Pflicht für Fleisch: Verbraucherschützer warnen vor Missverständnissen
Zwar helfen die Logos auf den Verpackungen dabei, Fleisch bewusster auszuwählen. Allerdings sollte man sich davon nicht täuschen lassen: Tier- und Verbraucherschützer verweisen darauf, dass ein Label keine Garantie für gute Haltebedingungen ist. Lediglich mehr Platz oder Öko-Futter seien keine ausreichende Lösung für das Tierwohl, lautet die Kritik. Trotzdem können solche Kennzeichnungen zumindest mehr Transparenz liefern, um Verbrauchern Auswahlmöglichkeiten zu geben und das Bewusstsein für das Thema zu stärken. Importiertes Schweinefleisch muss im Übrigen nicht mit dem staatlichen Tierhaltungskennzeichnen versehen werden. Das neue Logo ist nur für Fleisch aus Deutschland gedacht.














