Ungewöhnliches Insekt in Gärten – „Muss sofort gemeldet werden“

Ein Strauch mit gelben Blumen blüht in einem Park. Dahinter sind weitere, pinke Blumen zu sehen und Personen, die sich in der Natur aufhalten und einen Spaziergang unternehmen.
Symbolbild © imago/Eckhard Stengel

Ein ungewöhnliches Insekt wird in deutschen Gärten gesichtet. Dabei sollte das Tier längst über alle Berge sein. Stattdessen ist es hier und sorgt bei Naturschützern für Aufsehen. Wer den kleinen Gast selbst beobachtet, sollte ihn melden.

Früher war der Anblick im Winter selten. Heute ist er es nicht mehr, doch viele Fragen sind offen. Experten fordern zur Mithilfe auf.

Jetzt melden: Ungewöhnliches Insekt in Gärten unterwegs

Bereits im Spätsommer beginnen die ersten Vorbereitungen, damit sie fit für die Überwinterung werden. Im Herbst ziehen die Tiere dann normalerweise in Richtung Mittelmeerraum. Doch das hat sich längst geändert: Immer häufiger kommen die geflügelten Insekten aus wärmeren Regionen nach Deutschland ‒ und bleiben schließlich auch im Winter.

Klimaexperten und Tierschützer deuten dieses Verhalten als ein Zeichen des fortschreitenden Klimawandels. Deshalb sind Fachleute auf mehr Daten und somit auch auf die Mithilfe der Bürger angewiesen, um die Entwicklung analysieren zu können. Wer das Tier an milden Wintertagen im eigenen Garten findet, sollte deshalb aktiv werden.

Einzigartige Merkmale: So sieht das Tier aus

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Durch die Erwärmung der Erde fällt die frostige Jahreszeit insgesamt immer milder aus. Die Wintersaison 2023/2024 gilt bisher als die wärmste seit Messbeginn. Das lädt unter anderem einen Wanderfalter namens Taubenschwänzchen dazu ein, in Deutschland zu überwintern. Der Schmetterling erinnert an einen Kolibri. Er fliegt blitzschnell, geschickt und sogar rückwärts. Zu erkennen sind Taubenschwänzchen an ihren Rüsseln, Haarbüscheln am Hinterleib sowie an ihrem graubraunen Körper.

Doch der Schwärmer ist nicht der einzige ungewöhnliche Falter im Winter. Auch der Admiral gehört dazu. Der Tagfalter ist wesentlich dunkler, hat einen behaarten Körper und markante orangefarbene Binden auf den Flügeln. Die Vorderflügel des Admirals weisen weiße Flecken auf. Wer die Schmetterlingsarten in den Wintermonaten entdeckt, meldet sie dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV). Hilfreich ist überdies die Meldung anderer Schmetterlinge, die ebenfalls während der kalten Jahreszeit entdeckt werden. So können die Experten herausfinden, wie sich das Verhalten verschiedener Falter durch den Klimawandel insgesamt verändert.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Nabu)