Unterschätzte Gift-Gefahr: Beliebtes Gemüse kann krank machen

Eine Gemüseabteilung in einer Aldi-Filiale. Vor dem Gemüse steht ein Mitarbeiter mit blauem T-Shirt, der etwas überprüft. Unter anderem sind Tomaten, Salat und Paprika zu sehen. Über dem Gemüse hängen Preisschilder.
Symbolbild © imago/Geisser

Viele lieben das Produkt – ganz risikofrei ist der Genuss unter Umständen allerdings nicht. Dieses nahrhafte Gemüse kann krank machen, wenn folgende Punkte unbeachtet bleiben. Dann droht manchmal nicht nur Übelkeit, sondern echte Gefahr. 

Genießer essen dieses Lebensmittel gern täglich und in all seinen Varianten. Ein Umstand macht den Verzehr jedoch gefährlich. Wer nichts riskieren will, beachtet folgende Empfehlungen.

Beliebt, aber auch gefährlich: Lebensmittel mit Risiko

Über 60 Kilogramm pro Jahr ‒ so viel verspeist jede Person in Deutschland im Schnitt von diesem Lebensmittel. Es liefert verschiedene B-Vitamine, Ballaststoffe und auch Mineralien. Ob als Beilage oder als Hauptmahlzeit, gewürzt oder pur: Der Allrounder schmeckt und sorgt für Sättigung. Deshalb darf er in den Küchen vieler Haushalte nicht fehlen. Trotz aller Vorteile kommt er allerdings mit einem Gesundheitsrisiko daher. Dieses lässt sich jedoch unkompliziert vermeiden. Wichtig ist, sowohl beim Einkaufen als auch bei der Lagerung mit Bedacht vorzugehen.

Wie dieses Gemüse krank machen kann ‒ und was dagegen hilft 

Der Pflanzengiftstoff Solanin kann gesundheitliche Probleme verursachen. Er kommt auf natürliche Weise in und unter der Schale der Kartoffel vor und kann Bauchmerzen, Übelkeit und allgemeine Magen-Darm-Beschwerden auszulösen. Wer besonders hohe Dosen verzehrt, muss zudem mit Kreislaufproblemen und neurologischen Symptomen rechnen. Bei Auffälligkeiten wie Atemnot und Krämpfen ist es wichtig, sofort den Notruf zu kontaktieren.

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Bereits beim Wocheneinkauf ist Achtsamkeit gefragt, um die genannten Risiken zu reduzieren. Wie die Verbraucherzentrale NRW erklärt, müssen kleine optische Schalenfehler bei der Kartoffel zwar keineswegs eine Qualitätseinbuße bedeuten. Dennoch hilft es, auf möglichst unverletzte und unverfärbte Hüllen zu achten. Auch wird empfohlen, auf den Verzehr der Schale zu verzichten. Und wer sie unbedingt mitessen möchte, sollte nur unbeschädigte Exemplare wählen. Außerdem ist es ratsam, Kartoffeln im Dunkeln und immer trocken zu lagern. Grüne Stellen deuten zumeist auf einen höheren Solaningehalt hin. Vor der Zubereitung werden diese entfernt. Dann steht einem genussvollen Verzehr von Bratkartoffeln, Pommes und Co. nichts im Weg.

(Quellen: Bundesinstitut für Risikobewertung, Verbraucherzentrale)