Vegan-Falle im Supermarkt – hier können trotzdem Tiere drinstecken

Auf dem Bild ist das Wort „VEGAN“ in großer, schwarzer und geschwungener Schrift zu sehen. Der Hintergrund ist komplett weiß. Am oberen Ende des Buchstabens "V" ist ein Pflanzenblatt zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/KaanC

Vorsicht: Diese versteckten Vegan-Fallen im Supermarkt dürften so manchem bislang entgangen sein. Einige beliebte Produkte landen oftmals unüberlegt im Einkaufswagen und anschließend im Magen ‒ obwohl sie für Veganer schlichtweg ungeeignet sind.

Wer sich vegan ernährt, genießt heute eine größere Auswahl. Doch manchmal kommt es zur bösen Überraschung: In diesen Produkten steckt etwas Tierisches drin.

Die Auswahl für Veganer ist größer denn je

Das Sortiment für Veganer wächst. Im Bereich der pflanzlichen Alternativen sind die Umsätze zudem erheblich gestiegen. Wer auf Fleisch und Produkte mit tierischen Inhaltsstoffen verzichten will, kann etwa zu Milch- und Wurstalternativen greifen. Auch Joghurt und Käse können gut ersetzt werden, weil sich die Rezepturen der Hersteller geschmacklich und inhaltlich weiter verbessern. Dennoch bergen viele Produkte Risiken. Ernährungsexperten warnen etwa vor Zusatzstoffen, die in vielen stark verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sind. Auch wer zu herkömmlichen Produkten aus dem Handel greift, muss außerdem mit Bedacht vorgehen: Einige Artikel, die viele als vegan erachten, sind es in Wahrheit gar nicht.

Vegan-Falle im Supermarkt: Diese Produkte sind ungeeignet

Ob in Aufbackbrötchen oder in Baguettes ‒ in industriellen Mehlteigen kommt oftmals das sogenannte L-Cystein (E920) vor. Insgesamt macht es den Teig weicher und biegsamer. Das vereinfacht die Weiterverarbeitung. Traditionell handelt es sich um einen Zusatzstoff tierischen Ursprungs. So wird er etwa aus Schweineborsten gewonnen. Wer als Veganer komplett auf solche Inhaltsstoffe verzichtet, hat gute Alternativen. Zum Beispiel ist L-Cystein in Brot und Brötchen mit Bio-Siegel untersagt. Ebenso aufpassen müssen vegane Pasta-Fans. Viele handelsübliche Nudelsorten kommen ohne tierische Inhaltsstoffe aus. Allerdings gibt es einige Eierteigwaren im Sortiment, die für Veganer schlichtweg ungeeignet sind.

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Auch Weintrinker sollten genauer hinschauen. Oftmals kommt Gelatine zur Klärung des Produkts zum Einsatz. Besonders tückisch: Hersteller müssen dazu keine direkte Angabe auf dem Etikett machen, weil es sich um einen technischen Hilfsstoff handelt. In der Regel nutzen diese Rinder- oder Schweinegelatine. Deshalb empfiehlt sich zunächst die Prüfung der Zutatenliste. Sofern die Angabe tatsächlich fehlt und Verbraucher keine Vegan-Kennzeichnung finden, kann es sich lohnen, den Hersteller zu kontaktieren. Inzwischen gibt es zudem zahlreiche tierfreie Alternativen im stationären Handel und in Onlineshops.

(Quellen: DLMBK, BZfE)