
Eine ausgewogene Ernährung rückt für viele Menschen stärker in den Mittelpunkt. Dabei gewinnen Nährstoffe an Bedeutung – und ein vermeintliches Unkraut, das viele Bürger jetzt wohl essen, sorgt für eine überraschende Entdeckung.
Viele Menschen achten heute genauer darauf, was auf ihrem Teller landet. Sie reduzieren stark verarbeitete Produkte, greifen häufiger zu Gemüse und versuchen, ihre Mahlzeiten abwechslungsreich zusammenzustellen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Kalorien oder die Frage, ob ein Lebensmittel satt macht.
Fisch und Pflanzen liefern unterschiedliche Fettsäuren
Wer seine Ernährung bewusster gestaltet, richtet den Blick deshalb zunehmend auf einzelne Nährstoffe. Dazu gehören unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiß, Ballaststoffe und bestimmte Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren stehen dabei besonders im Fokus. Die Bezeichnung umfasst allerdings verschiedene Verbindungen, die sich in ihren Eigenschaften unterscheiden. Pflanzliche Lebensmittel liefern vorrangig Alpha-Linolensäure, kurz ALA. Fisch enthält dagegen insbesondere die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Ernährungsexperten empfehlen deshalb unter anderem ein- bis zweimal pro Woche Fisch und verweisen auf fettreiche Arten wie Lachs, Makrele und Hering als Quellen für EPA und DHA.
Enthält wertvolle Nährstoffe: Bürger essen Wildkraut
Hülsenfrüchte liefern beispielsweise Eiweiß und Ballaststoffe, Nüsse bringen unter anderem ungesättigte Fettsäuren mit, und Gemüse sowie Obst tragen zur Vitamin- und Mineralstoffversorgung bei. Vollkornprodukte liefern ebenfalls Ballaststoffe und verschiedene Mikronährstoffe. Für Omega-3-Fettsäuren unterscheiden sich die Quellen besonders deutlich: Leinöl und Leinsamen gehören zu den pflanzlichen Lebensmitteln mit einem hohen ALA‑Anteil. Auch einige weniger bekannte Pflanzen fallen durch ihre Zusammensetzung auf. Dazu gehört der Portulak. Die Pflanze enthält nach wissenschaftlichen Untersuchungen vergleichsweise viel Alpha-Linolensäure und hebt sich damit von vielen anderen grünen Blattgemüsen ab.
Viele Menschen kennen Portulak eher aus dem Garten. Die Pflanze wächst in Deutschland vorwiegend an sonnigen, warmen Standorten und findet sich häufig in Gärten, auf Beeten oder an Wegrändern. Untersuchungen zufolge enthalten 100 Gramm frische Portulakblätter etwa 300 bis 400 Milligramm Alpha-Linolensäure (ALA). Damit zählt Portulak zu den bemerkenswerten pflanzlichen Omega‑3‑Quellen. Mit Fisch lässt sich dieser Wert allerdings nicht einfach gleichsetzen: Fisch liefert hauptsächlich die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, Portulak hingegen die pflanzliche Alpha-Linolensäure (ALA).
(Quellen: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), Universität Hohenheim, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














