Veganer jubeln – erster veganer Schwangerschaftstest kommt

Eie nicht zu rkenende Frau sitzt auf dem Fußboden ud hat die Beine angewinkelt. Sie hät in ihren beiden Händen einen positiven Schwangerschaftstest.
Symbolbild © istockphoto/ArtistGNDphotography

Wer vegan lebte, dürfte diese Neuigkeit mit Freude aufnehmen. Denn der erste vegane Schwangerschaftstest soll kommen. Eine entsprechende Alternative befindet sich gerade in der Entwicklung.

Ein erster veganer Schwangerschaftstest soll kommen, denn die bisher in den Drogerien und Apotheken erhätlichen sind nicht vegan. Was viele nicht stört, ist für vegan lebende Menschen ein Bruch mit ihrer Lebensweise.

Herkömmliche Schwangerschaftstests sind nicht vegan: Das ist der Grund

Zwar sind die Zeiten vorbei, in denen die Schwangerschaft einer Frau mithilfe eines Frosches festgestellt wurde. Dennoch sind die Tests nicht vegan. Tiere braucht man bislang trotzdem. Herkömmliche Schwangerschaftstests sind nicht vegan, weil man für die Herstellung der enthaltenen Antikörper Tiere nutzt und Blutserum von Rindern zum Einsatz kommt. Auf den ersten Blick sieht man einem Plastik-Schnelltest das Tierleid nicht an, doch die biochemische Funktionsweise basiert standardmäßig auf tierischen Organismen.

Selbst wenn Antikörper in künstlichen Zellkulturen im Labor gezüchtet werden, ist das meist nicht vegan. Als Nährflüssigkeit für diese Zellen wird standardmäßig fötales Kälberserum verwendet, welches aus dem Blut ungeborener Kälber gewonnen wird. Deshalb arbeiten inzwischen Startups daran, dies zu ändern.

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Erster veganer Schwangerschaftstest soll kommen: Entdeckung machts möglich

Das Bewusstsein für das Tierleid wächst. Denn mittlerweile haben deutsche Biotech-Startups wie das aus der Universität Hannover ausgegründete Unternehmen Phaeosynt eine weltweit neue Methode entwickelt. Unter dem Markennamen „hey mela“ gibt es in deutschen Drogerien wie dm und Rossmann den ersten vollständig veganen Schwangerschaftstest. Bei diesem Verfahren überträgt man den Bauplan der Antikörper auf mikroskopisch kleine Kieselalgen.

Die Algen wachsen rein mit Salzwasser und Licht in Bioreaktoren und produzieren die benötigten Antikörper komplett pflanzlich und tierversuchsfrei. In Sachen Genauigkeit steht die Algen-Alternative mit einer Zuverlässigkeit von über 99 Prozent den klassischen Marktführern in nichts nach. Der Hersteller garantiert zwar eine Zuverlässigkeit von über 99 Prozent. Experten merken jedoch an, dass es bisher an unabhängigen, großflächigen medizinischen Langzeitstudien zu dieser neuen Antikörper-Gewinnung fehlt. Zudem liegt der Preis mit 14 Euro pro Test deutlich höher als der von einem herkömmlichen.

(Quellen: Fraunhofer IZI-BB, Technische Hochschule Wildau, NanoPattern Technologies)