Veganes Eis im Test: Zwei bekannte Marken fallen jetzt durch

Auf einer Theke in einer Eisdiele stehen in einem Halter aus Metall drei Waffeltüten mit jeweils einer großen Kugel Eis in verschiedenen Sorten. Im Hintergrund erkennt man zahlreiche Urlauber, die sich vor einem großen Hotel mit vielen Zimmern befinden.
Symbolbild © istockphoto/Eileen Groome

Sommerzeit ist Eiszeit – doch wer zu veganen Alternativen greift, sollte genau hinsehen. Ein aktueller Test offenbart nun bittere Ergebnisse: Ausgerechnet bekannte Marken fallen bei der Qualitäts- und Inhaltsstoff-Prüfung knallhart durch.

Dass die Unterschiede bei den Inhaltsstoffen derart gravierend ausfallen, hat selbst Branchenexperten überrascht. Wer beim nächsten Gang in den Supermarkt keine böse Überraschung erleben möchte, sollte die Auswahl der Marken daher nicht mehr dem Zufall überlassen. Ein genaueres Hinsehen lohnt sich aufgrund der aktuell kursierenden Ergebnisse, um unnötige Risiken bei der Lebensmittelauswahl zu vermeiden.

Ob Vanille, Schokolade oder fruchtige Sorten – Speiseeis gehört für viele zum Sommer einfach dazu. Doch hinter ähnlichen Verpackungen verbergen sich mitunter große Unterschiede. Nicht nur Geschmack und Cremigkeit spielen eine Rolle, sondern auch die Zusammensetzung der Zutaten. Gerade bei veganem Eis lohnt sich ein genauer Blick auf die Deklaration. Manche Produkte enthalten zahlreiche Zusatzstoffe oder Aromen, während andere mit einer vergleichsweise kurzen Zutatenliste auskommen. Unabhängige Produkttests helfen Verbrauchern dabei, Qualität und Inhaltsstoffe besser einzuordnen.

Ein wichtiger Verbrauchertipp: Wer Eis einkauft, sollte es möglichst zuletzt in den Einkaufswagen legen und in einer Kühltasche nach Hause transportieren. Ist das Produkt bereits sichtbar angetaut oder bilden sich Eiskristalle in der Verpackung, kann das auf eine unterbrochene Kühlkette hindeuten. Experten raten außerdem davon ab, vollständig aufgetautes Eis erneut einzufrieren. Welche Produkte im aktuellen Vergleich überzeugen konnten und welche bekannten Marken deutliche Schwächen zeigten, wurde erst nach den Laboruntersuchungen deutlich.

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Eis-Test: Bekannte Marken enttäuschen – das Günstige überrascht

Für seinen aktuellen Vergleich untersuchte ÖKO-TEST zwölf vegane Vanille- und Dessert-Eiscremes. Das Ergebnis fiel überraschend aus: Mehrere günstige Produkte erhielten Bestnoten, während ausgerechnet bekannte Markenhersteller deutlich schlechter abschnitten. Das vegane Bourbon-Vanille-Eis von Cremissimo landete mit der Note „ungenügend“ auf dem letzten Platz. Ausschlaggebend waren unter anderem erhöhte Gehalte an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH), die sich nach heutigem Wissensstand im menschlichen Körper anreichern können.

Nicht wesentlich besser schnitt das vegane Mövenpick Urban Moments Cherry Brownie ab. Die Prüfer fanden mehrere Pestizidrückstände, darunter ein Abbauprodukt des Fungizids Captan. Zusätzlich bemängelten sie Carrageen und wenig transparente Angaben zu den verwendeten Aromen. Das Produkt befindet sich inzwischen nicht mehr im Verkauf. Zum Überraschungssieger wurde dagegen das vegane Vanilleeis der Kaufland-Eigenmarke K-take it veggie. Es erhielt die Bestnote „sehr gut“ und gehörte zugleich zu den günstigsten Produkten im Test.

(Quellen: ÖKO-TEST, Bundesinstitut für Risikobewertung, Verbraucherzentrale)