
Viele halten sich jedes Jahr an eine strikte Regel: Sie hängen zwischen Weihnachten und Neujahr keine Wäsche auf. Was wirklich hinter dem „Verbot“ steckt und welche Besonderheiten Haushalte grundsätzlich beachten sollten.
Wäschewaschen an Weihnachten will gut überlegt sein. Das verbirgt sich hinter dem mysteriösen Verbot, das einigen wohl mächtig zusetzt.
Warum einige Haushalte um Weihnachten herum keine Wäsche aufhängen
Nach Heiligabend und dem ersten Weihnachtsfeiertag kehrt in vielen Haushalten langsam wieder Ruhe ein. Der Familienbesuch verabschiedet sich. Für einige ist das der perfekte Moment, um die Bettwäsche abzuziehen, aufzuräumen, Wäsche zu waschen und sie aufzuhängen. Für andere hingegen ist genau das absolut tabu. Generell sorgt das Wäschewaschen auch unabhängig von den Feiertagen oft für Fragezeichen.
So fragen sich einige zum Beispiel, ob sie ihre Kleidung auch nach Feierabend waschen können, wenn sie bis 19 Uhr arbeiten müssen. Ein striktes und einheitliches Verbot gibt es zwar nicht. Um die Nachtruhe einzuhalten, sollten Haushalte ihre Waschmaschine jedoch möglichst nicht nach 22 Uhr betätigen, wenn sie in einem Mehrfamilienhaus leben. Der Grund, dass die Maschine rund um Weihnachten in einigen Haushalten nicht läuft, ist aber ein anderer – und dieser hat rein gar nichts mit gesetzlichen oder mietrechtlichen Vorgaben zu tun.
Was wirklich hinter dem Glauben steckt
Hintergrund ist ein ursprünglich heidnischer Brauch. Die sogenannten „Raunächte“ (auch „Rauhnächte“ geschrieben) liegen zwischen den Weihnachtsfeiertagen und dem 6. Januar. Der Aberglaube besagt, dass wilde Geister sich während dieser besonderen Zeit in der aufgehängten Wäsche verfangen könnten. So würde man den Zorn verstorbener Seelen auf sich ziehen, was viele mit Unglück in Verbindung bringen. Wer selbst abergläubisch ist und nichts riskieren will, wartet also mit dem Wäschewaschen. Über die Jahre hat sich der Aberglaube auch zum Teil mit religiösen Traditionen vermischt, sodass es heute viele verschiedene Versionen und Thesen gibt. Grundsätzlich spricht ansonsten jedoch nichts dagegen, die freien Tage dazu zu nutzen, um den Wäscheberg zu verkleinern. Und wer sich nicht traut, widmet sich anderen Aufgaben – etwa Aufräumen, Spazieren oder Entspannen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














